Weshalb schlechtes Wetter schön ist
April 29, 2008 at 6:21 Uhr nachmittags | In Allgemein |Tags: Amstetten, Arachnophobia, Gogol, Philosophie
Ich denke dabei an die Kinder in Amstetten, die niemals Tageslicht sahen und deren Mutter, die 24 Jahre lang kein Tageslicht sah. Wie gut geht es uns dagegen, wenn wir die Möglichkeit haben, schlechtes Wetter zu sehen und gleichzeitig das Tageslicht. Alles ist angesichts solcher Vorfälle sehr relativ, also auch die Schönheit des Schlechtwetters. Wir sollten Kleinigkeiten, die wir jeden Tag geniessen dürfen, mehr geniessen. Darüber wurde in der Weltliteratur schon einmal geschrieben. Nikolai Gogol wies in seiner Novelle “Die Nase” darauf hin, dass wir Kleinigkeiten, wie der eigenen Nase, keinen Wert beimessen, bis wir sie eines Tages nicht mehr haben, und plötzlich sind es “Großigkeiten”, die fehlen. Ich sehe gerade eine kleine Spinne auf dem Teppich und freue mich: erstens, dass es die kleine Spinne gibt, die meine Wohnung vor anderen, noch kleineren Tieren freihält, zweitens, dass ich fähig bin, die kleine Spinne zu sehen und drittens, dass ich nicht unter Arachnephobia leide. Es ist ein schöner Tag.
6 Kommentare »
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Ich freue mich auch, dass es Menschen gibt, die z.B. Margit heißen oder Resi.
Kommentar von thewritingfranz — April 29, 2008 #
Ich freue mich auch, dass Du nicht unter Arachnophobia leidest.
Kommentar von krimi0krimi — April 29, 2008 #
Ein schönes Blog haben Sie da.
Kommentar von krimi0krimi — April 29, 2008 #
Und wenn Sie Arachnophobia noch richtig buchstabieren täten, täten Sie vielleicht unter dem Begriff auch gefunden werden.
Kommentar von krimi0krimi — April 29, 2008 #
Wo sind Sie denn, Herr Franz? Ich monologisiere hier.
Kommentar von krimi0krimi — April 29, 2008 #
da bin ich, Sie können anrufen
Kommentar von thewritingfranz — April 29, 2008 #