Alexis Sorbas

Januar 29, 2008 um 9:54 am | Veröffentlicht in Griechenland | Hinterlasse einen Kommentar
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Das sicherlich bekannteste Buch von Nikos Katzantzakis ist wohl Alexis Sorbas. Bekannt wurde es vor allem durch die Verfilmung mit Anthony Quinn in der Hauptrolle. Es ist dies einer meiner Lieblingsfilme. Dadurch wurde paradoxerweise Antony Quinn, ein Mexikaner, zum bekanntesten Griechen der Welt. Jeder, der diesen Film gesehen hat und an einen griechischen Mann denkt, hat das unrasierte schnauzbärtige Gesicht Antony Quinns vor Augen. Das Buch selbst beschreibt die Reise und den Aufenthalt eines jungen Engländers nach Kreta, wo er ein Bergwerk geerbt hat. Im Hafen von Piräus lernt er Alexis Sorbas kennen und stellt ihn an, um Erneuerungsarbeiten an der Mine durchzuführen. Unter der Aufsicht von Sorbas wird eine Lastenseilbahn auf einen Berg gebaut, die bei der ersten Testfahrt zusammenbricht. Das ganze Geld des jungen Engländers ist verbraucht, er besitzt nichts mehr, nur noch den Sirtaki, den er nach dem Zusammenbruch der Seilbahn mit Sorbas tanzt. Das ist im Großen und ganzen der Plot des Buches und des Films. Die Botschaft aber ist, dass das Leben  immer weitergeht und man  immer tanzen kann. In dem Plot aber verborgen sind viele einzelne Szenen und Nebenschauplätze in denen Sorbas mit seiner männlichen Vitaliät den jungen Engländer immer wieder beeindruckt, der erst langsam begreift, worum es im Leben geht. Sorbas selbst ist die pure Lebenslust und die pure Freude am Leben, mag er auch von noch so vielen Schickschalsschlägen getroffen werden. Liebe und Tod, Schmerz, Lust und Schönheit werden in dem Buch als gleichberechtigte Partner beschrieben, die man akzeptieren muss, wenn sie im Leben auftauchen. Wenn die Liebe kommt, muss man sie mit beiden Händen packen, wenn der Tod kommt, so ist er als Bestandteil des Lebens hinzunehmen. Nur Feiglinge laufen sowohl von der Liebe als auch vor dem Tod davon. Dies sind die Lehren, die uns der Autor beibringen will, wenn ich das Buch richtig gelesen habe. Doch Ratschläge lesen und sie befolgen sind zwei verschiedene Dinge. Ich habe immer noch verdammt viel Angst und schnelle Füße.

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Mein neues Buch

Januar 20, 2008 um 9:40 am | Veröffentlicht in Griechenland, Meine Bücher | Hinterlasse einen Kommentar
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Der Verkauf meines neuen Buches „Der Öleusweg oder wie ich auf Kreta Gott fand“ läßt sich trotz winterlicher Temperaturen gut an, sogar auf Amazon. Offensichtlich läßt sich der Wunsch, wie ihn Goethe (glaub ich) so trefflich formulierte, „den Geist des Nordens mit der Schönheit des Südens zu verbinden“, auch im Winter nicht unterdrücken. Wobei ich mit dem Ausdruck „Schönheit des Südens“ sehr einverstanden bin, aber leichte Zweifel beim „Geist des Nordens“ habe.

Buchcover

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Hund mit Promille

Januar 9, 2008 um 3:46 pm | Veröffentlicht in Kurioses | Hinterlasse einen Kommentar
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Eine wahre Geschichte, sie wurde sogar im Fernsehn berichtet:

Ein Goiserer kommt mit seinem Hund zum Tierarzt. Der Hund kann nicht mehr gehen oder stehen. Stellt man ihn auf, schwankt er und fällt gleich wieder um. Er erbricht und stinkt nach Alkohol. Der Hundebesitzer erklärt dem Tierarzt, der Hund hätte in der Küche vom Tisch Germ gefressen. Der Tierarzt stellt die Diagnose, dass der Germ im Magen des Hundes zu gären begonnen habe. Wie er das überprüft hat, weiß ich nicht, aber der Fernsehreporter sagte, der Hund habe 1,6 Promille gehabt. Der Reporter fragte den Tierarzt, ob der Hund sich das denn nicht merken würde und daraus gelernt habe, worauf der Tierarzt antwortete: „Sie waren doch sicher auch schon einmal betrunken und trinken noch immer Bier, warum soll der Hund klüger sein als der Mensch.“ Ob der Hund drei Monate Leinenentzug oder Ähnliches erhielt, ist mir nicht bekannt.

Link zur Meldung auf ooe.orf.at

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Wilhelm Busch

Januar 9, 2008 um 6:57 am | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar
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So paradox es klingen mag: Der unsterbliche Wilhelm Busch ist heute 100 Jahre tot. Ich wünschte, er würde noch leben. Was könnte er wohl in Zeiten unserer gegenwärtigen Politiker, unseres Lugner-Mausi, der derzeitigen Kriege und menschgemachten Naturkatastrophen dichten, zeichnen, mahnen und spötteln, z.B.:

Der Raucher sich die Lung‘ verdarb,
der Nichtraucher gesünder starb. 

Josef spaziert am ersten Mai,

plötzlich laufen Jogger vorbei.

Schlank und drahtig ohne Fett,

um die Hüfte sehr adrett.

Josef denkt: „Das kann ich auch,

hab‘ bald kein Fett mehr, keinen Bauch.“

Am zweiten Mai beginnt er zu laufen,

bergab, bergauf mit Weh und Schnaufen,

mit Wadenkrämpfen, Müh und Not,

am dritten Mai da war er tot.

(c) F. Kienesberger in Anlehnung an W. Busch

Kreta mit Begleitung

Januar 7, 2008 um 10:03 am | Veröffentlicht in Griechenland, Meine Bücher | Hinterlasse einen Kommentar
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Schön langsam wird mir mein Buch unheimlich. Es ist als hätte ich Geister hervorgerufen wie Goethes Zauberlehrling. Zum Unterschied von diesem jedoch möchte ich niemanden los werden. Worum es geht? Es geht darum, dass dieses Buch beim Leser, offensichtlich beim der Leserin, die Lust hervorruft, den nächsten Urlaub auf Kreta zu verbringen und den Öleusweg zu gehen. Schon mehrere Frauen, die das Buch lasen, haben mich gefragt, ob ich mit ihnen im Sommer den Öleusweg gehen würde. Gerade gestern baten mich eine Mutter und deren Tochter darum. Bisher musste ich die Bitte stets abschlagen, weil ich Angst habe, dass jemand böse mit mir ist, sollte er auf diesem Weg nicht Erleuchtung und Ruhe finden wie ich sie in dem Buch beschreibe.

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Erotikszene mit Olivenöl

Januar 3, 2008 um 9:47 am | Veröffentlicht in Meine Bücher | Hinterlasse einen Kommentar
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Interessant ist es schon wie die Leute auf die Erotikszene in meinem Buch reagieren: Manche schmunzeln leicht, insbesondere Frauen, anderen scheint sie doch noch zu scharf zu sein, weil sie diese im Gespräch mit mir gar nicht erwähnen (vorwiegend Männer), wieder andere meinen, die Szene hätte ruhig etwas schärfer sein können (natürlich eine Frau). Die Beschreibung der Wanderung quer durch Kreta hat jedenfalls schon fünf Leserinnen dazu veranlasst, mich zu kontaktieren und zu fragen ob ich mit ihnen den Weg in diesem Sommer gehen würde. Juchee! Der Sommer scheint schön zu werden! EINEN MONAT SPÄTER: Jetzt frugen schon 7 Frauen und ein Mann.

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