Maibaumhochdrückstangenbild

April 30, 2008 um 11:44 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 1 Kommentar
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Maibaumaufstellen

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Goiserer flog Weltrekord

April 30, 2008 um 9:50 pm | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar
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Der Goiserer Christian Besendorfer flog vor ein oder zwei Jahren einen Weltrekord mit dem Paraglider. Er flog im Salzkammergut in 7,5 Stunden 80 km weit. Ob der Rekord auch heute noch besteht, weiss ich nicht. Vielleicht hat es in der Zwischenzeit einen Vorarlberger vom Arlberg weg in die Schweiz verweht.

Am Höhepunkt (von Gastautorin Tonja Gertogal)

April 30, 2008 um 9:10 pm | Veröffentlicht in Kriminalroman | 2 Kommentare
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Goiserer MaibaumDer Lichtenegger Toni war unbestritten der beste Maibaumkraxler im Dorf. Schon wenn er unten stand, den Kopf gegen die Maibaumspitze hob, und dann einen Moment innehielt, als wüsste er, dass das Gegenlicht seinem Haar einen feierlichen Schimmer verlieh, verstummte das Gemurmel der Menge und selbst die Leute an den Würstelständen verließen ihren Platz in der Warteschlange, um dem Toni beim Klettern zuzusehen. Jeder wusste, was jetzt kommen würde: Der Toni machte es ohne. Ganz ohne Sicherungsseil, im blinden Vertrauen auf seine Muskelkraft würde er auf den Maibaum steigen. Und eins musste man ihm lassen: Es war ein schönes Bild, wenn er mit nacktem Oberkörper Zug um Zug den Baum erklomm, während die Menge gebannt sein Muskelspiel verfolgte. Oben würde er einen Juchzer ausstoßen, der Stolz würde ihm ins Gesicht geschrieben stehen und Bad Serngau würde seinen Stolz teilen, so stolz waren die Bürger, dass dieses Bild schon mehr als einmal im Bad Serngauer Boten erschienen war.

 

Doch als der gute Toni am Morgen des 2. Mai in einer Schlinge von der Maibaumspitze baumelte, den Mund weit offen, eine zerlöcherte Socke am linken Fuß, der Schuh war in die Tiefe gestürzt, war nicht mehr der geringste Stolz in seinem Gesicht. Die Mütter holten die Kinder ins Haus und schlossen die Fensterläden und die Mädchen eilten mit gesenktem Blick am Maibaum vorbei. Dass die Leute den toten Toni so gar nicht anschauen wollten, lag aber nicht daran, dass sie den Anblick von Toten nicht ausgehalten hätten. Im Dorf wurde hin und wieder jemand im Dachboden oder im Wald hängend aufgefunden, daran waren die Bad Serngauer durchaus gewöhnt. Nein, was den Leuten die Schamesröte ins Gesicht trieb, war die Art und Weise, wie der Toni auf dem Maibaum hing: Mit einer großen Beule in der Hose.

 

Er war halt ein Hallodri, sagten die Frauen. Die Erotik des Würgens, sagten die Gerichtsmediziner und nickten wissend, war doch die aphrodisierende Wirkung des Sauerstoffmangels in der medizinischen Lehre bekannt. Und weil sie sich auskannten mit dem Toni, zuerst die Frauen und dann auch die Gerichtsmediziner, wurde er gerichtlich freigegeben und eine Woche später auf dem Bad Serngauer Friedhof beigesetzt, nachdem der Lichtenegger der Kirche eine erkleckliche Summe dafür gespendet hatte, den Selbstmörder ohne Schande zu begraben. Nun ist es aber so mit der Scham: Man möchte gar nicht hinschauen. Je schneller man vergessen kann, desto besser, und so ging das alles ganz schnell und unkompliziert vonstatten und wer in diese ungute Geschichte irgendwie verwickelt war, versuchte wenigstens, sich so zu geben, als handle es sich um eine ganz normale Angelegenheit.

 

Und gerade das kam der Sabine zugute. Wenn die Leute nicht weggeschaut hätten, wäre ihnen aufgefallen, dass die Sabine so arg in ihr Taschentuch weinte, als sie am Grab ihres Toni stand, dass man ihr Gesicht kaum mehr sehen konnte. Und das ist eine alte Geschichte: Wenn man das Gesicht nicht sieht, ist es gar nicht so einfach, Lachen von Weinen zu unterscheiden. Die Sabine stand also im besten Dirndlkleid am Grab ihres Toni und musste aufpassen, dass niemand bemerkte, wie sie in sich hinein lachte. Und weil es auf Dauer nicht möglich sein würde, den Leuten die trauernde Witwe zu vorzuspielen, tauschte sie noch am gleichen Nachmittag das Dirndlkleid mit dem Klettergurt und machte sich auf, um in freier Natur Trost zu finden, wie sie im Dorf verlauten ließ. Dass sie auf der Huttereralm Trost bei einem gewissen Thomas fand, sollten die Leute erst viel später erfahren.

 

Es war der Rudi, der das Gerücht in die Welt setzte und als es einmal angefangen hatte, war es nicht mehr zu stoppen, obwohl der Gedanke schier unglaublich war: Die Sabine, zierlich wie sie war, sollte den Brocken von Toni auf den Maibaum gehängt haben. Nun war es so, dass der Rudi bereits achtzig Jahre alt und bereits etwas vergesslich war. Auch die Augen waren nicht mehr die besten. Aber der Rudi wohnte so nah an der Katharinenwand, dass bisweilen der Steinschlag seinen Gartenzaun zerstörte. Und der Rudi behauptete, dass er Anfang April, kaum sei der Schnee aus der Wand geschmolzen, laut und deutlich vernommen hätte, wie ein Frau unter seinem Fenster mit wollüstiger Stimme gesagt habe, sie werde jetzt die Sterne vom Himmel holen. Dann habe er zwei Schatten zur Wand hinüber gehen sehen. Diese verrückten jungen Leute, habe er gedacht, kraxeln jetzt schon im Dunkeln in der Wand herum, und dann habe er sich niedergelegt. Doch kaum eingenickt, sei er von Schreien geweckt worden. Und im Mondlicht habe er deutlich die Umrisse gesehen: Die Umrisse von zwei Menschen, die in der Wand an Seilen baumelnd, eindeutige rhythmische Bewegungen vorgenommen hätten, das habe er trotz seiner schlechten Augen genau erkennen können.

 

Fast hätte er das wieder vergessen, er sei ja selber einmal jung gewesen und habe Verständnis für derlei Zerstreuung. Aber nach dem Tod des Toni sei ihm wieder in den Sinn gekommen, wie er beim Moserwirt mitbekommen habe, dass die Sabine ihrem Toni tief in die Augen geschaut und ihn dann gefragt habe, ob er sich noch an die Nacht erinnere. Der Toni habe seine Hand auf ihren Schoß gelegt und gesagt, sicher erinnere er sich noch, das sei ja nicht zu vergessen, so ein Erlebnis. Das könne er wieder haben, habe die Sabine dann gesagt, beim Maibaum, da werde er sein blaues Wunder erleben. Der Toni habe daraufhin gelacht und sich auf die Schenkel geklopft und seiner Sabine einen Kuss auf den Mund gedrückt.

 

Weil diese Geschichte gar so undenkbar war, hatte die Gendamerie viel Zeit verstreichen lassen. Doch als die Gerüchte kein Ende nehmen wollten und eine Zeugin angab, in der Nacht vom ersten auf den zweiten Mai zwei Schatten auf dem Maibaum gesehen zu haben, wenngleich sie sich nicht hundertprozentig sicher war, denn diese Nacht war wegen dichter Wolken stockdunkel gewesen, holte die Gendamerie die Sabine aufs Revier: Und siehe da, bald musste sie gestehen. Natürlich, so gab sie zu Protokoll, hatte sie den Toni nicht durch Muskelkraft auf den Baum gehängt. In Erwartung einer Liebesnacht sei er ganz freiwillig mit ihr auf den Baum geklettert und habe begonnen, Sicherungsseile zu befestigen. Und blind in seiner Lust habe er auch nicht bemerkt, dass die Sabine am Baum ein Seil befestigt hat, das kein Kletterseil war. Bestimmte Griffe, sie kenne ja ihren Toni, hätten ihn dann vorzeitig so außer Rand und Band gebracht, dass es ein Leichtes gewesen sei, ihm den Hals um die Schlinge zu legen und ihn vom Baum zu stoßen. Es sei ihr ja nichts anderes übrig geblieben, denn die Nachrede im Dorf habe sie nicht mehr ausgehalten, seit die Huberin ein Kind vom Toni unter ihrem Herzen trage, während sie selber, wie ja allgemein bekannt sei, kinderlos bleibe: Der Toni sei ja so ein Hallodri gewesen.

 

 

Suche Liedertext für Krimi

April 30, 2008 um 7:49 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 1 Kommentar
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Kennt noch jemand den Text des Schlagers: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett?

Maibaum in Bad Goisern

April 30, 2008 um 7:44 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 4 Kommentare
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Goiserer MaibaumKomme gerade zurück vom Maibaumaufstellen. Wieder nix. Jedes Jahr komme ich zu spät, um eine der Stangen zu erwischen, mit denen man den Maibaum aufstellt. Konnte aber gute Fotos machen und werde eines hier hereinstellen, sobald ich weiss, wie man das macht.-Zwei Tage später: Hurra, jetzt weiß ich es.

Weshalb schlechtes Wetter schön ist

April 29, 2008 um 6:21 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 6 Kommentare
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Ich denke dabei an die Kinder in Amstetten, die niemals Tageslicht sahen und deren Mutter, die 24 Jahre lang kein Tageslicht sah. Wie gut geht es uns dagegen, wenn wir die Möglichkeit haben, schlechtes Wetter zu sehen und gleichzeitig das Tageslicht. Alles ist angesichts solcher Vorfälle sehr relativ, also auch die Schönheit des Schlechtwetters. Wir sollten Kleinigkeiten, die wir jeden Tag geniessen dürfen, mehr geniessen. Darüber wurde in der Weltliteratur schon einmal geschrieben. Nikolai Gogol wies in seiner Novelle „Die Nase“ darauf hin, dass wir Kleinigkeiten, wie der eigenen Nase, keinen Wert beimessen, bis wir sie eines Tages nicht mehr haben, und plötzlich sind es „Großigkeiten“, die fehlen. Ich sehe gerade eine kleine Spinne auf dem Teppich und freue mich: erstens, dass es die kleine Spinne gibt, die meine Wohnung vor anderen, noch kleineren Tieren freihält, zweitens, dass ich fähig bin, die kleine Spinne zu sehen und drittens, dass ich nicht unter Arachnephobia leide. Es ist ein schöner Tag.

Witz und Hörgerät

April 28, 2008 um 7:04 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 1 Kommentar

Habe ich gestern gelesen: „Herr Ober, in meiner Nudelsuppe liegt ein Hörgerät!“ „Wie bitte?“

Das Bubbledibugedicht

April 28, 2008 um 6:38 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 1 Kommentar
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Was ist ein Bubbledibugedicht? Es ist ein Gedicht, das keinen Sinn ergibt, dessen Zeilen sich aber vorzüglich reimen. Daher eignet sich ein Bubbledibugedicht hervorragend zum Lernen des Auswendiglernens von Gedichten.

Hier ein Beispiel:

Worgana, Neuhofer,

Somana, der Kofer.

Unten ist Schluß

Kobula, die Nuss.

Ein sehr schönes, einstrophiges Bubbledibugedicht.

Man jodelt nicht auf Kreta – Agnes Baltsa singt

April 20, 2008 um 7:42 pm | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar
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Eine meiner Lieblings-CDs ist die mit griechischen Volksliedern, gesungen von Agnes Baltsa. Der Titel dieser CD ist: „Songs, my country taught me (Lieder meiner Heimat)“. Wenn man diese Lieder hört, kommt einem die österreichische Volksmusik arm vor, insbesonders die meiner engeren Heimat. Die Lieder meiner Heimat beschränken sich zum Großteil auf Worte wie „holladrio“ und „huiodriaho“. Die Melodien sind zwar schön, einen Inhalt gibt es aber nicht. Lieder mit Text setzen sich zu 90 Prozent aus den Worten zusammen: „Jaga, Dirndl, Berg, Gamserl, Wildschütz, Bua.“ Verbietet man in meiner Heimat das Wort „Dirndl“ und das Wort „Jaga“, hat man kein Lied mehr. Inhaltlich sind unsere Lieder meist auch ohne tieferes Gefühl, die Liebe beschränkt sich oft auf die Liebe zum Berg oder die Liebe zu irgend einem Blümchen, insbesonders zum Edelweiß. Ich kann das Wort „Edelweiß“ schon nicht mehr hören. Leider spiegelt sich in diesen Liedern die Gefühlsarmut der Bevölkerung des Salzkammergutes, wo die Menschen oft wirklich ein Edelweiß oder einen Berg mehr lieben als andere Menschen und der Abschuß einer Gämse mehr zählt als ein Kuss.

Hört man griechische Volkslieder, so taucht man in eine Gefühlswelt ein, deren Tiefe einen beinahe in Angst versetzt. Wo sonst singt man einen Text wie: „Wind, trockne meine Segel, nimm meine Tränen, nimm mein Herz. Ich kann die Einsamkeit nicht ertragen. Wohin bringst Du mich? Was denn willst Du von mir? Ich weiß doch, Du liebst mich.“ Oder: „Mit einem der Züge, die mitten in der Nacht abgefahren sind, ist meine Liebe entschwunden. Ich bin allein zurück geblieben. Ich brauche Deine Hand, um mich zu stützen, Deinen tröstenden Blick, Dein Lächeln, damit sich mein Herz wieder erwärmt.“ Nur langsam öffnet sich die griechische Seele dem Fremden. Aber hat sie das einmal getan, weiß man, warum die Griechen solche Volkslieder haben und nicht ununterbrochen Gämsen erschießen oder Edelweiß pflücken. In Verbindung mit wunderschönen Melodien und der Stimme von Agnes Baltsa zählen daher die Lieder auf dieser CD zu den schönsten, die ich je gehört habe. Ich hoffe, dass meiner Freundin ebenfalls diese Lieder gefallen, weil es mir unmöglich ist, ihr meine Zuneigung mit einem „Huiodrio“ zu erklären. In diesem Sinne erwarte ich eine Rückkehr des Zuges und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ihr thewritingfranz.

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Der Tod des Wildschützen oder der Pius Waldner Rap

April 7, 2008 um 7:58 pm | Veröffentlicht in Aus meinem neuen Buch | 1 Kommentar
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In da Fria bin i wegga In Gottes Natur.

Und mei Muattal hot gsogt: „Kimm gsund hoam, liaba Bua.“

Und bevor d’Sun woa heraußn

woa i schon draußn.

Zwischan Bleaml und Grasal bin i auffi am Berg,

von do obm vom Güpfi siagst untn nur Zwerg.

Ohne den Scheiß Jaga tat’s mi heit no gebm.

Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.

Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob.

Wegen dem Scheiß Jaga is jetzt so lob.

Drentas Tol auf da Leitn,

drent auf da Sunnaseitn

steht da Jaga mit sein Gwehr.

Und des letzt wos i hea is a Gümpöpfeifn.

Donn kimmt die Kugel, tuat mi net streifn.

Denn glei übam Buckl – zack!

geht de Wornschusskugel mir mittn ins Gnack.

Ohne den Scheiß Jaga tat’s mi heit no gebm.

Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.

Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob.

Wegen dem Scheiß Jaga, is jetzt so lob.

Mei junges Lebm, meine Träume, mein Sehnen,

umsonst sans gwen.

Erstickt nun in Tränen, sie fließen herab

von meinem Brüdern auf’s Grab.

Oba i sog trotzdem scho heit,

am Ende siegt die Gerechtigkeit.

Mi werden die Engal wolln,

den Jaga wird da Teifl hoin.

Ohne den Scheiß Jaga tat’s mi heit no gebm.

Ohne den Scheiß Jaga tat i heit no Lebm.

Wegen dem Scheiß Jaga lieg i im Grob

Wegen dem Scheiß Jaga, is jetzt so lob.

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