Fehlerhafter Entwurf zum Anfang von: Wie sich ein kleiner Ort im Salzkammergut gegen die Kernspaltung wehrte

Juli 13, 2008 um 10:37 pm | Veröffentlicht in Bad Goisern | 1 Kommentar
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Keine Probleme sind Probleme oder wie man Probleme durch deren Schaffung löst

 

Da saßen sie wieder einmal beisammen, die Spitzenpolitiker der Regierungspartei des kleinen aber feinen Ortes im Salzkammergut, der Sepp Schadseitner, Bauer mit Hausverstand, der Lehrer für Turnen und Geometrie, Johannes, der alte Salinenarbeiter und Intellektuelle. Beim Moserwirt saßen sie, am Stammtisch und hatten schon einige Biere in sich hineingeschüttet. Weil, es war vorher die Gemeinderatssitzung gewesen und die war ganz schön anstrengend. Und nach so einer Anstrengung bekommt man Durst.

 

Die Oppositionsparteien hatten wieder einmal geätzt. Sehr geätzt. „Ihr macht uns alle noch arbeitslos,“ hatte Hans, der blaue Oppositionsführer gebrüllt, „seid ihr denn alle deppad geworden? Mit eurer Politik, da können wir gleich aufhören zu arbeiten, für unser Volk, für unser Bergvolk, für unser fleißiges Volk, für unser gutes Volk, für unser herrliches Volk…Am Goiserer Wesen,….“ Er hatte ganz plötzlich abgebrochen, weil er merkte, dass er sich da verbal etwas verstieg, das er vielleicht am Ende nicht mehr kontrollieren konnte. Er dachte an seinen schwarzen Kollegen, der sich in einer Rede einmal dazu hinreißen ließ, die Existenzberechtigung von geförderten Bergbauern in Frage zu stellen. Das war, als der Huberbauer von der Sunnseitn seine einzige Kuh in Zahlung für eine neue Melkmaschine gab. Von seinem schwarzen Politiker verlangte er nachher, dass dieser sich dafür einsetzen sollte, dass er, der Huberbauer, auch noch eine Förderung für die Melkmaschine aus Brüssel erhielt. Da war ihm halt dann bei einer Versammlung der goiserer Bauern der Kragen geplatzt und jetzt ist er wieder Kellner in der Goiseremühle. Weil, einem Bauern kann man viel sagen, aber nicht, dass er sich von einem Melkmaschinenvertreter hereinlegen lassen hat und auch nicht, dass er die Wiese für nichts mäht. Weil Arbeit ist das Mähen noch allemal und nützlicher auch als die von einem Kellner, denken die Bauern. Die Kellner denken da anders.

 

Lois, Tischlermeister und Oberhaupt der schwarzen Opposition hatte in dieser Sitzung auch nur gebrüllt und keinerlei kreativen Vorschläge für die Lösung des Ortspolitikerproblemes gemacht. Er wollte gar nicht mehr aufhören mit Beschimpfungen und Fluchen. „Der Teufel soll mich holen, „schrie er in der Gemeindestube, „der Teufel soll mich holen, wenn ich mir das länger gefallen lasse, das ganze ist ungeheuerlich und nur auf die Politik von euch Hansln zurückzuführen. Entweder ihr macht sofort was oder ….“. Dann hörte er auf, weil ihm plötzlich einfiel, dass die fesche Zenzi auf ihn wartete und das letzte Mal schon böse war, als er zu spät in ihr Zimmer eingestiegen war. Und wenn er noch weiter schimpfte, würde die Sitzung noch länger dauern. Und die Leiter musste er auch erst noch von daheim holen, bevor sie sein Lehrling wieder zur Unkeuschheit entwendete. Dass das nur zur Tarnung war und der Lehrling einfach durch die Haustür zur Frau vom Lois ging, wenn der nicht da war, wusste der Lois nicht und hätte es auch nicht geglaubt, weil seine Frau war katholisch..

 

Daraufhin wurde die Sitzung mangels Ideen durch den Herrn Bürgermeister geschlossen, man trennte sich und die drei Spitzenpolitiker beschlossen noch auf ein Bier zum Moser zu gehen. Aber worum ging es denn eigentlich? Kurz gesagt, die drei waren wieder einmal zu schlau gewesen. Sie hatten alle Probleme des Ortes gelöst und jetzt gab es keine Probleme mehr. Und wie ist das geschehen? Nun ja, das größte Problem war die Umfahrungsstrasse. Eigentlich war sie das einzige Problem, denn wenn die Ortsbewohner Arbeit hatten und jodeln konnten, waren sie mit sich und der Welt zufrieden. Jodeln konnten sie damals noch immer, aber mit der Arbeit, das war ein Problem. Weil der Ort war ein Fremdenverkehrsort und ein Fremdenverkehrsort mit einer Umfahrungsstrasse, die eine lange Gerade war und zum Schnellumfahren reizte, führte die Fremden natürlich am Ort vorbei. Hin zu den Ischlern oder Ausseern, je nachdem, von welcher Himmelsrichtung man das Problem sah. Und weniger Fremde bedeuteten natürlich weniger Arbeitsplätze und Traurigkeit bei der jodelnden Bevölkerung. Und so baute man aufgrund eines weisen Beschlusses der drei Spitzenpolitiker eine Umfahrung der Umfahrungsstrasse, die mit einem Kreisverkehr auf der Umfahrungsstrasse begann und mit der Einmündung in die ehemalige Hauptstrasse neben dem KONSUM endete. Man könnte auch sagen, sie fängt beim HOFER an und endet beim KONSUM, weil der HOFER gleich beim neuen Kreisverkehr eine Filiale errichtet hat. Man könnte auch sagen, die Strasse führt vom großen Filialisten zum kleinsten Filialisten oder aber auch, dass diese Straßenverbindung symbolisch steht für die Verbindung des kleinen Goisern zu großen Außenwelt, die man durch die Umfahrungumfahrungsstraße erschlossen hat. Jedenfalls aber fuhren jetzt die Fremden dank des Kreisverkehrs wieder nach Goisern hinein, sahen die hübschen Kellnerinnen und reizvollen Wirtinnen mit üppigen Dekolletees im Dirndl, die ausgefallenen Speisekarten, das eine oder andere nackte einheimische Männerbein, und entschieden sich spontan, nicht weiterzufahren sondern den Urlaub in Goisern zu verbringen. „Der Regen wird sich ja gleich wieder verziehen“, dachten viele irrtümlich, hatten dann aber schon gebucht und saßen fest.

 

Die Fremden waren also wieder da und der ganze Ort hatte Arbeit und dazu noch immer den Jodler. Damit hatte Goisern aber plötzlich keine Probleme mehr. Und das war ein Problem für die Politiker.

 

Politiker sind nämlich dazu da, Probleme zu lösen. Ganz egal, ob selbst gemacht oder von jemandem anderen. Gibt es keine Probleme, braucht man keine Politiker. Daher stand diesmal die Existenzberechtigung von Regierungspartei und Opposition in Frage. „Fürchterlich“, dachte Sepp, der Bauer mit Hausverstand, „da komme ich von meiner Alten ja gar nicht mehr weg“. „Fürchterlich“, dachte der Lehrer, „da komme ich ja von meiner Alten gar nicht mehr weg“. „Fürchterlich“, dachte auch Johannes, der Intellektuelle und Salinenarbeiter, „da komme ich ja von meiner Alten gar nicht mehr weg“. Und auch Hans, der zweite Oppositionsführer war verzweifelt, weil er hatte zwar keine Frau, hoffte aber immer, dass ihm eine der roten Politikerinnen einmal die Gunst gewähren würden. Weil die waren fesch.

 

Deswegen war er ja eigentlich in die Politik gegangen, und seine Parteifreunde wunderten sich immer, dass er zu diesen Roten so nett und gar nicht aggressiv war und sich vor Gemeinderatssitzungen als einziger rasierte. Bei den Roten war aber kein Paltz im Gemeinderat gewesen und so ging er zu den Blauen. Als zum Islam konvertierter Inhaber der einzigen Berghütte ohne Alkohol und Schweinefleisch im Salzkammergut , auf der Ewigen Wand, hatte er naturgemäß nur wenig Kontakt mit anderen Menschen in seinem Beruf und so blieb ihm zur Kontaktanknüpfung nur die Politik. Ohne sie würde er total vereinsamen, sahen ihn doch sogar schon seine Parteifreunde schief an, wenn er zu den Sitzungen den Gebetsteppich mitnahm.

 

„Wir brauchen ein Problem, wir brauchen ein Problem“, seufzte da der Lehrer gedankenverloren beim Moser am Stammtisch vor sich hin. „Recht hast Du“, stimmte ihm Sepp zu, „recht hast Du„. „Auch ein Lehrer findet mal einen Korn“, witzelte Johannes und zündete sich eine an, „bist zwar Lehrer, aber diesmal hast du recht, wir brauchen ein Problem. Was soll sonst aus Goisern werden? Sogar der Bankdirektor hat zu mir gesagt, es wäre kein Problem, wenn ich wegen des vielen Saufens meinen Kredit nicht zurückbezahlen könne, zahlst halt wann du kannst , lieber Johannes hat er gesagt, die Geschäfte gehen wegen dem Kreisverkehr so auch gut“. „Und die Zenzi hat zu mir gesagt, das mit ihrer Schwangerschaft wäre auch kein Problem, das Kind hängt sie dem Lois an, ergänzte der Lehrer die Suada über die Problemlosigkeit“.

 

Und wieder einmal hatte Sepp, der Bauer mit Hausverstand die zündende Idee. „Jodeln werden wir nie verbieten können, da bringen sie uns um“, stieß er plötzlich hervor, „aber die Umfahrung der Umfahrungsstrasse, die uns soviel Sorgen macht, weil sie Arbeit bringt, da können wir was tun“. „Ja, an was denkst Du denn da?“ frug der Lehrer überrascht. „Was willst du denn tun? Die können wir doch nicht wieder abreißen, wie Dein Holz-WC im Garten“. „Ich habe gestern einen Artikel in einer Zeitung gelesen und da ist gestanden, dass die Kernenergie die Lösung für alle Probleme ist.

 

„Und?“, fragte der Johannes, „was hat das mit uns zu tun?“ „Verstehst du denn nicht“, sagte Sepp, „Kernenergie, Kern, Kernspaltung, das ist genau das was wir brauchen“. Der Lehrer verstand nur Bahnhof: „Ich habe Geographie und Turnen gelernt, ich habe aber noch nie mit Kernenergie zu tun gehabt. Was ist denn das? Ich kenne nur die Kerne von Zwetschken und Birnen und Äpfel, die esse ich aber nie mit, soll da Energie drinnen sein?“

 

„Nein, die Energie ist im Kernöl“, meinte Johannes, „aber wir haben kein Kernöl“. „Wir haben überhaupt kein Öl“, gab der Lehrer zu bedenken, „außer im KONSUM, in 2-Liter-Flaschen, aber das ist teurer als beim HOFER, ich kaufe es daher immer beim HOFER“. „Nein, ich kaufe das Öl immer beim KONSUM“, erklärte Johannes, „man muss ihm treu bleiben“. Und er beginnt laut zu singen:

 

Öl und auch vom Fleisch ein Trumm,

kaufe ich nur im Konsum.

Konsum, Konsum nur du allein,

kannst stets die Statt meines Einkaufs sein.

 

Die anderen fielen ob des Bierkonsums mit ein und jetzt sangen sie zusammen:

 

Wir sind nicht dumm,

wir sind nicht dumm,

wir kaufen immer im Konsum.

Holladrio!“

 

„Noch drei Bier, Resi und drei Obstler“, bestellte jetzt der Sepp für sich und seine Freunde geistigen Nachschub. Und jetzt hört mir zu, ihr zwei Kernbuam. Meine Idee hat nichts mit Äpfeln oder Birnen zu tun, sondern mit dem Ortskern.

 

Oho, riefen da die beiden anderen aus, mit dem Ortskern. Wieso mit dem Ortskern? Und gleich fingen sie wieder an zu singen:

 

Bin ich von der Heimat fern,

sehne ich mich nach des Ortes Kern,

Ortskern, Ortskern du bist meine Freude,

Ortskern, Ortskern du bist meine Lust,

gäb’s keinen Ortskern, gäbs keine Freude

und keine Frauen mit großer Brust.

 

Das ergab zwar keinen Sinn, aber es reimte sich und was gesprochen wurde, ergab bisher auch keinen Sinn und daher machte es nichts. „Jetzt halts einmal die Pappn“, rief ungeduldig Sepp aus. „Ich muss euch das doch mit der Kernenergie erklären. Also, die ganze Energie wurde durch die neue einfahrt auf den Ortskern konzentriert und jetzt ist der Ortskern voller Energie und die Energie überträgt sich auf unserer Wähler, und die können arbeiten wie wild und verdienen gut und sind zufrieden. Und diese Zufriedenheit schafft keine Probleme und damit haben wir ein Problem und um dieses Problem zu beseitigen, brauchen wir die Kernspaltung, die Ortskernspaltung oder mit anderen Worten die Verlegung des Ortskernes nach draußen, außerhalb vom Zentrum, an die Umfahrungsstrasse. Habts das jetzt kapiert, ihr Deppen?„

 

Sepp wischte sich nach dieser anstrengenden Rede den Schweiß von der Stirne. „Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß“, erinnerte er sich dabei plötzlich an ein paar Zeilen, die er im Gymnasium einst lernen musste bevor er wegen so einer Sexgeschichte mit einer schnurrbärtigen Lehrerin die Maturaträume aufgeben musste und den väterlichen Hof übernahm.

 

„Du bist da Sepp

und wir sind kein Depp,

holladrio“

 

fingen die beiden anderen wieder zu singen an,

 

„Wir werden bei unseren Alten,

den Kern spalten,

holladrio“.

 

Sepp wurde es zu viel und er gab beiden Parteifreunden eine Watschn. „Jetzt hörts endlich einmal zu und du Resi, bring noch drei Bier und drei Obstler“, schrie er.

 

Ein deutsche Urlauberin wandte sich an den Moserwirt und fragte entsetzt: „Sachen Sie mal juter Wirt, wat sind denn dat für unmögliche Leute an dem Stammtisch, die lärmen und singen ja entsetzlich, da kann ich doch mein Krenfleisch nicht in Ruhe essen, könnse da nichts dajechen tun?“

 

 „Na, öha, nee“ antwortete ihr der Moserwirt verlegen und hochdeutsch,“das sünd unsere Spützenpolütüker, dü darf üch nücht stören, dü sünd nöhmlich beim Dönken und kümmern süch um unser Wohl und wollen hür eine Körnspaltung vornöhmen.“

 

„Ach Jott Heinrich-Uwe, war die deutsche Urlauberin entsetzt, wie bei uns zu Hause, da hätten wir nich wechfahren müssen. „Nee, nee, antwortete Heinrich-Uwe, die spalten hier Kern viel jemütlicher, die Österreicher, hier bleiben wir. Da können wir was lernen. Ach juter Wirt, bringen Sie den drei Herren doch noch drei Bier auf meine Rechnung.“ „Und drei Obstler zahlst nicht, Fremder? rief Johannes zum anderen Tisch hinüber, „Willst dass wir verdurschten?“ Der Deutsche war ein friedlicher Mensch und bestellte noch drei Obstler dazu. „Prösterchen , rief er dann den Dreien zu, als die Getränke serviert waren und hob sein Glas, Prösterchen und darauf, dass ihr Europameister werdet, hahaha, Cordoba, es lebe hoch“. Offensichtlich hatte er auch schon etwas zu viel gegen seinen Durst getan.

 

Die Watschen hatten die zwei Sänger wieder einigermaßen zur Vernunft gebracht und sie daran erinnert, dass sie eigentlich hier saßen, um kein Problem zu lösen. Also, hub Johannes wieder an: „Sprich oh Sepp, was wolltest du mit der Ortskernspaltung?“

 

„Also die Sache ist die, wie ich schon sagte“, fuhr Sepp in seiner Rede fort, „zu viel Energie ist durch die Umfahrung der Umfahrungsstrasse in den Ortskerngelangt. Die Geschäfte florieren, die Buchhändlerin hat schon anbauen müssen, die Parfümerie hat aufgestockt, dreißig Kaffeehäuser haben wir jetzt im Ortskern und der Atzlinger hat wegen Reichtum geschlossen. Der Wiesinger kommt mit seiner Rahmenproduktion nicht mehr nach und wird nach China expandieren und die Tabaktrafik ist jetzt eine Tabakfabrik geworden. Alle sind glücklich und zufrieden. Sogar die Pfarrer, weil wenn die Leute Geld haben, glauben sie auch und glauben heißt spenden, glauben sie. Das muss alles aufhören und wir müssen daher den Ortskern spalten, das heißt, verlegen. Damit umgehen wir die Umfahrung der Umfahrungsstraße“.

 

„Und wie hast Du dir das vorgestellt?“, fragte Johannes und wischte sich den Bierschaum von der Oberlippe, und weil er die Hand schon oben hatte, bohrte er auch gleich in der Nase. Man war ja unter sich.

 

„Angefangen habe ich ja schon“, gab Sepp zu. „Wisst ihr noch, damals, als der Musikantenstadel war, ein letztes mal mit dem unvergesslichen Karl Moik? Da ist keiner zur Gemeinderatssitzung gekommen, da waren der Bürgermeister und ich allein und da haben wir dem Hofer die Baubewilligung gegeben, weil wir geglaubt haben, dass der Hofer ein Österreicher ist. Wer denkt denn schon, dass ein Deutscher Hofer heißt? Jedenfalls jetzt haben wir ihn da und er ist der erste Schritt für die Ortskernspaltung. Jenseits des Kreisverkehrs und der Umfahrungsstrasse ist er, genial. He Resi, noch drei Bier und drei Obstler“

.

Johannes fing gleich wieder zu singen an:

 

„Da Hofer wors vom zwanzga Haus,

der schaut ma so verdächtig aus.

 

„Au, au,“ schrie er auf, als er unter dem Tisch einen Fusstritt bekam, vom Sepp. „Tschuidigung“ brummte er, „ich höre ja schon wieder zu. Genial, richtig, und wie geht es weiter?

 

„Das weiß ich auch noch nicht so genau, aber im Prinzip steht die Idee, Kernspaltung muss sein“.

 

„Ha“, schrie der Lehrer plötzlich auf, „ha, ich weiß es“ und er zeigt mit einer Hand auf, weil er in seinem Rausch schon glaubte, wieder Schüler zu sein.

 

„Erzäh“l , sagten die zwei anderen gleichzeitig, „was hast du für eine Idee?“

 

„Wir müssen noch viel mehr Geschäfte hinüber über die Umfahrungsstrasse bringen, da gibt es genug Wiesen, ohne Kühe, und eine Wiese ohne Kuh ist eigentlich keine Wiese, die ist automatisch Baugrund. Und Alleebäume sind dort auch und Kastanienbäume, die niemand benutzt und eine Allee, die nicht asphaltiert ist. Kein Mensch alleet auf einer Allee, die nicht asphaltiert ist und die Kastanien will auch schon lange keiner mehr. Daher ist das auch alles automatisch Baugrund. Nur ein kleines Umwidmungerl brauchts noch und zack, alles kann jenseits der Umfahrungsstrasse, weit weg vom Ortskern bebaut werden, mit Geschäfterln.

 

Da tun wir dann noch ein Apothekerl genehmigen und fünf Lebensmittelgeschäfterl und drei Autowerkstätterl und zwanzig Kaffeehäuserl und ein Glasrahmengeschäfterl und wenn einer will, kann er ein Marktplatzerl eröffnen, mit WC“.

 

 

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1 Kommentar »

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  1. Franz, mir fehlt der wirtschaftliche Aspekt an der Sache. Wie viel Kernobst wird in Goisern produziert, dass Kernspaltung rentabel wird? Marillenkerne etwa? Kokoskerne habt ihr ja nicht, oder?

    Hat man an Kernfusion schon gedacht? Bei den Trauben wäre ein Kern leichter auszuspucken als die vielen.


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