Deutschen Blogs fehlt es an Macht und Bedeutung

Juli 27, 2008 um 9:40 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 10 Kommentare
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sagt der →Spiegel. Weiters erklärt der Spiegel, dass wir überhaupt weit hinter den Amerikanern hinsichtlich der Bloggerei zurückliegen würden. In den USA gäbe es Superstars unter den Bloggern, die sogar von ihrer Bloggerei leben können. Auch würde generell viel mehr gebloggt. In Deutschland gäbe es nur ca. 500 000 Blogs, von denen lediglich 200 000 aktiv wären. In den USA würden die Blogger auch über politische Macht verfügen und Wahlen entscheiden können. Da lägen wir noch weit zurück, naja, nicht wir, die Deutschen. Aber ehrlich gesagt, wir auch. Ich selbst kenne einige Blogs, die ich sofort zu meinen Lieblingsblogs erklären könnte, erwähne hier aber nur einen Blog, den ich unter die Superstars zählen würde: „krimi.krimi“. Das ist ein Blog, wie er sein soll. Voll konzentriert auf ein Thema und dadurch sehr kompetent. Während ich halt so herumschreibe, wie viele andere. Aber wen kümmert schon meine Befindlichkeit. Deshalb schreibe ich zumindest darüber nur selten. Da ich kein Rabbi in einem schiitischen Viertel in Bagdad bin, geht es mir verhältnismäßig gut.

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  1. Bei dem Thema kann man Österreich und Deutschland schon in einen Hut werfen, weil nämlich der Hauptgrund der Gleiche ist ….. wenig durchdachte Gesetze, Beschränkungen und Reglementierungen en masse.
    Ich hab immer gedacht, die Verantwortlichen wissen einfach nicht, was Bloggen ist, sonst käme es nicht zu solche Gesetzen/Urteilen, bzw. es käme endlich mal zu vernünftigen Gesetzesänderungen auf diesem Gebiet, aber mittlerweile denke ich, gerade weil! die Verantwortlichen sehr gut! wissen, was Bloggen ist, bzw. was es werden kann, wenn man es nicht im Keim erstickt, haben wir diese Situation …..

  2. Hallo vivi,

    welche Gesetze das Bloggen einschränken, das würde mich interessieren. Hast du da ein Beispiel?

    Auf die Schnelle will ich das also nicht glauben. Allerdings leben wir in Europa schon in einer Verbots-Unkultur, das ist aber ein generelles Problem. Wenn heute jemand was „beiträgt“, dann ist es ein neues Verbot oder wenigstens ein präventiver Ratschlag.

  3. Ich bin zwar nicht vivi, aber eventuell meint sie die →Abmahnerei.

  4. Und dass es komplizierter wird, ist in Österreich wieder alles ganz anders. →Oder so.

  5. Das Abmahnbeispiel finde ich lustig. Nicht etwa, dass es zuviel und unnötige Gesetze gibt, wie das mit dem unlauteren Wettbewerb, das schlicht und einfach gecancelt gehört, sondern der Bürger soll noch mehr Gesetze lernen. Vielen Dank.

    Vielleicht sollte „der Bürger“ doch einmal überlegen, ob die überbordende Verbotsproduktion wirklich Sicherheit bringt.

    Das österreichische Parlament emittiert so an die 10.000 Gesetzblätter im Jahr, ist aber nur ein Parlament in der eu, die Brüsseler Gleichschaltungsbehörde übertrifft sie alle locker. Wer das alles lernen will kommt nicht mehr zum Krimilesen.

  6. Ich glaube, der Bürger wurde einfach nicht gefragt, ob er diese Gesetze haben will, insofern hat er auch nicht die Gelegenheit gehabt, zu überlegen, ob diese Verbote mehr Sicherheit bringen. Er wusste gar nicht, dass Verbote geplant sind. Also, mich haben sie nicht gefragt, vor sie diese Gesetze beschlossen haben. Nicht einmal informiert haben sie mich.

  7. Ja, die Abmahnpraxis meine ich auch. Was darüber schon an die Öffentlichkeit gekommen ist, klingt, gelinde gesagt, rechtlich höchst bedenklich, und wäre irgendwas anderes davon betroffen, würde das sicher nicht so sang und klanglos hingenommen werden, aber da man Blogger ja sowieso immer etwas unter’m Daumen halten muß, kommt es ganz gelegen.
    Ich hab mal gelesen, daß es zwar in den meisten europäischen Ländern die rechtliche Möglichkeit der Abmahnung gibt, nur darf die nicht berechnet werden! Im Klartext : Jeder darf abmahnen, genau wie hier auch, nur muß der Abmahner die Kosten dafür tragen! Hier ist’s andersrum ….. mit den bekannten Folgen.

    Es ist aber auch die Situation im Ganzen, alles ist schwammig, da ist nichts, woran man sich definitiv halten könnte, ich glaube, im gesamten Telemediengesetz taucht nicht einmal da Wort „Weblog“ oder „Bloggen“ auf. Dabei ist dieses Medium meiner Meinung nach mit mit keinem anderen Intermedium vergleichbar und bedürfte dringend eigener Regelungen.

  8. Stell dich nicht naiv, krimi.krimi, die Gesetze wären nicht möglich ohne Konsens. Das Volk will zu Tode reguliert werden, nur wenns einen selber trifft, dann schreit er/sie.
    Und vivi? Du rufst selber nach der nächsten Regelung. Ich hätte schon eine Präambel für ein Bloggergesetz: Du sollst Bloggerin und Blogger ehren, auf dass sie lange leben und es ihnen wohl ergehe.

  9. Oije, ein Mann streitet hochkultiviert mit zwei Frauen. Der kluge Mann, wie ich, hält sich da raus.

  10. Ich schliesse mich an…


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