Kaisermesse nächstes Jahr in Bad Goisern

September 24, 2008 um 8:20 pm | Veröffentlicht in Bad Goisern | 2 Kommentare
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Nachdem sich ein neuer Ururursprössling vom Kaiser – der in der Gosau Sennerinnen belästigte – in Bad Goisern geoutet hat, wir im nächsten Jahr die Kaisermesse nicht in Bad Ischl abgehalten werden, sondern in Bad Goisern. Bis dahin hat Bad Goisern einen Schwarzafrikaner als katholischen Pfarrer. Hoffentlich bleibt der länger, als die letzten. Es wird eine feierliche und würdige Messe werden. Ca. 500 uneheliche Nachkommen des Kaisers FJ aus Goisern und Gosau werden in den ersten Bankreihen sitzen und den Pius Waldner Rap singen. Ich freue mich auf diese Messe und auf adelige Besucher aus ganz Europa. Die Ischler werden sich anscheißen. anmachen.

lediger Kaiser-Enkel

unehelicher Kaiser-Enkel, Grossvater von Peter Lichtenegger

 

Peter Lichtenegger – ein Kaiserspross?

Peter Lichtenegger ist Geschäftsmann in Bad Goisern und betreibt zusammen mit seiner bezaubernden Uschi einen feines Geschäft für Uhren und Schmuck. Wie mir Peter erzählte, hatte er schon als Bub immer das Gefühl, etwas besonderes zu sein, sich von seiner Umgebung abzuheben. Er ließ es aber niemanden merken und benahm sich daher Zeit seines Lebens wie ein normaler Goiserer Bürger. Aber immer wieder meldete sich bei ihm das Gefühl, anders zu sein. Auffallend war seiner Umgebung sein stets gutes Benehmen, das jenes der angeblichen feinen Gesellschaft von Goisern bei Weitem übertraf. Auch seine Körperhaltung war stets tadellos, aufrecht und mit vornehmer Attitüde. Er fiel auf, ob er wollte oder nicht.

Vor einiger Zeit löste sich jedoch das Rätsel um Peters „Anderssein“. Er nahm an einer Feier mit seinen Tanten, Cousinen und Cousins in Gosau teil. Es handelte sich um eine Art Familientreffen. Als man gemütlich zusammen saß stand plötzlich eine seiner Tanten auf und las laut ein von ihr verfasstes Schreiben vor. Sie enthüllte damit ein lange gehütetes Familiengeheimnis, um das in jeder Generation nur wenige weibliche Mitglieder wussten. Sie meinte aber, es wäre endlich an der Zeit, dass sich die Familie „oute“, bevor nach so langer Zeit das Geheimnis in Vergessenheit geriete. Und außerdem hätten ja alle, die hier zusammen seien ein Recht darauf, zu wissen, wo sie wirklich herkämen. Deshalb hätte sie dieses Dokument verfasst, aus dem – zart angedeutet – hervorginge, dass sie alle hier im Raum Nachkommen des seligen oder unseligen Kaiser Franz Josef seien, der auf Gosauer Almen Sennerinnen nachgestellt habe. Und einer ihrer, der Anwesenden, AhnInnen sei eben eine solche, vom Kaiser beunglückte, Sennerin gewesen. Sennerinnen im Salzkammergut habe er geliebt, weil da hätte er endlich auch etwas zum Anhalten gehabt.

Und damit übergab sie Peter und seinen Verwandten das von ihr verfasste Dokument, das eine Genealogie der Gosauer Sippe in liebevoll zusammengestellten Reimen darstellt. Peter übergab mir eine Kopie dieses Schriftstückes, welches in Faksimile abgedruckt ist. Da die alte Handschrift nur schwer lesbar ist, habe ich mir erlaubt, sie ins Reine zu schreiben. Überprüfen kann ich den Wahrheitsgehalt natürlich nicht, ich bin kein Historiker. Aber schon die bloße Möglichkeit, dass in Goisern ein Abkömmling des Kaisers lebt, ist eine Sensation, wie mir dünkt. Und wer um die Lust des Kaisers zum „einfachen“ Weibe weiß und wer gleichzeitig Peter kennt, schließt keinesfalls aus, das er kaiserlichen Blutes ist. Einen endgültigen Beweis kann jedoch nur ein Vergleich der DNA-Proben vom Kaiser und von Peter bringen. Auf die Öffnung des Kaisersarges in seiner Gruft in Wien bin ich schon gespannt. Eines ist jedoch sicher, wenn Peter uns seine Cousinen und Cousins wirklich vom Kaiser abstammen, kann dieser stolz auf seine Nachkommen sein.

Auszug aus dem Schreiben:

 

Seite 1

 

Unser Urgroßvater Johann R.,

geboren am 27. Jänner 1871

in Lauffen

 

Liebe Cousinen. lieber Cousan und da

Nachwuchs daneben.

Mit meine 86 Jahr, bin i sicher neama lang

kloar, drum mecht i eng nu verzöhn,

wia unsa Ursprung is gwön.

Vor 135 Jahrn is unsa Großvata in

Lauffn geborn. Von an Vatern hat mir

nie was Richtigs erfahrn.

Von seiner Muata hat’s gebn zu verzöhn,

dass die Viktoria R. in Kaiser sein

Jagdrevier die schenist Senderin is gwön.

Und wie damals bei die „Adeligen Herrn“

a Seitnsprung war koa Sünd, is halt

warn so manch ledigs Kind, aber beim

Vergessen, das is gang recht gschwind.

Beim Stiegahaus in da Gosa hams’n

angnum den kloan Buam, aus eahm is

A tüchtiger Holzknecht woarn, er hat gern

glesn, musiziert und gsung, nebenbei

zum Faschl eini gsprung. Die kloa Emilie

hat’n hi zogen den verliabten Narrn,

er is aber unser allerbester Urgroßvater,

warn.

 

Grete G. geb. R./gezeichnet 19.11.06

 

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2 Kommentare »

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  1. Der Peter Lichtenegger handelt ja mit edlem Geschmeide, soviel ich weiß. Das liegt ihm dann ja im Blute.

  2. Da kannst Du Dir ein Edelweißkrönlein kaufen, ganz aus Gold. Das steht Dir gut.


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