Beziehungen qou vadis

November 23, 2009 um 10:58 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 27 Kommentare
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Latein sollte man können. Natürlich stimmen „BeziehungEN“ und „vadIS“ nicht überein. Aber was soll ich tun?  Maturiert habe ich zwar in Latein, es blieb aber nicht viel hängen, ausser „voulez vous couchez avec moi“ und das ist Französisch. Jaja, das Leben ist nicht leicht. Aber saget, warum lassen sich so viele Paare scheiden? Hängt das damit zusammen, dass es so viele Mischehen – Männer ehelichen meist Frauen- gibt? Oder mit der Scheide an sich? Letzteres halte ich für unwahrscheinlich, sonst müsste man sich ja auch glieden lassen können statt scheiden. Tatsache ist jedenfalls, dass sich sehr viele Paare trennen, bevor dieses der Tod mit ihnen tut, wie die Partner  es ursprünglich planten. Dem Tod durch Scheidung eine lange Nase drehen?  Wahrscheinlich geht es darum. Unsterblichkeit suchen, durch vorzeitige Trennung bei lebendem Leibe. Ob die Leiber dann in der Einsamkeit dahinfaulen, das ist die Frage des raschen Wiederverwertens derselben, solange auf dem Markt noch Nachfrage herrscht. Der Tod muss aber noch ein wenig warten bevor er den Einzelnen später dann von sich selbst trennt.

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  1. Dem Tod durch Scheidung eine lange Nase drehen?…

    thewritingfranz fragt sich: “Aber saget, warum lassen sich so viele Paare scheiden?.  Hängt das damit zusammen, dass es so viele Mischehen – Männer ehelichen meist Frauen- gibt? Oder mit der Scheide an sich? Letzteres halte ich für…

  2. Bin gespannt, wann die oder der erste Scheidungswillige hier seinen Kommentar hinterlässt. Und ob er/sie sich Gedanken macht über das Verfaulen der Körper etc. Wie sagte ein Kalifornier doch gleich zu mir: “ If you meet a girl here, fuck her, give her your car and your house and your money and skip the rest.“ Ob da was dran ist? Vielleicht ist in Kalifornien alles ganz anders.

  3. Also Franz, du bist ja nicht geschieden, odr? Und so tragisch ist eine Scheidung ja auch nicht. Einen Irrtum oder eine Fehlentwicklung ein Leben lang ausbaden, das ist ja unmenschlich.
    Dein armer Kalifornier scheint auch nicht kapiert zu haben, dass es die schönsten Dinge umsonst gibt. Wie kommt er bei dem Thema überhaupt aufs Heiraten?

  4. Doch, doch, ich bin geschieden. Und entgegen deiner Ansicht, kann eine Scheidung zumindest für einen der Partner recht schmerzhaft sein. Nicht für den, der aus dem Eheschinakl aussteigt, weil Claudia Schiffer oder gar Ornella Muti auf ihn wartet. Oder Arnold Schwarzenegger auf sie – eher nicht auf ihn. Natürlich soll man eine Fehlentwicklung nicht das ganze Leben lang durchtragen ohne korrigierend einzugreifen. Aber da wirken oft Mechanismen, die wir nicht oder nur ein wenig kennen, wie z.B. die christl. Kirchen, denke aber auch der Islam ist kein Lercherl in dieser Hinsicht.
    Was der Kalifornier mit „skip the rest“ meinte, war ja, dass man das Heiraten auslassen sollte und ihr gleich das Haus geben sollte. Weil Sex ja doch oft nur die Einstiegsdroge zu einem Liebesrausch ist, der eben dieses Ende – Vermögensverlust und dummes Geschau und den Schwur „nie wider so deppad sein“ -nach sich zieht. Und warum soll man nach dem Sex noch heiraten und sich dann mühsam scheiden lassen, wenn eine einfache Hausübertragung zum selben Ziel führt – ihr gehört alles.
    Andererseits gibt es Frauen, die sind schon eine Sünde wert. Was soll man also tun? Diese Frage wurde schon in der bekannten frühsteinzeitlichen Höhle „Männerin-Selun-Dnichttod“ in der Südsahara in die Wand eingeritzt gefunden, mit dem berühmten ersten Fragezeichen der Literaturgeschichte. Deutsche Archäologen hielten es zuerst für die Zeichnung eines Seepferdchens. Prof. Johannes Grabtiefer aus Wien wies aber bereits 1884 nach, dass es sich nur um ein Fragezeichen handeln kann, weil es in der Sahara keine Seepferdchen gibt.

  5. Also Franz, das klingt ja richtig fatalistisch. Ich bin dreimal geschieden, heuer jährt sich die zweite Scheidung das 30ste Mal, und in zwei Jahren die dritte. Es ging immer problemlos und ich verstehe mich mit allen bestens.
    Mit Sex kenne ich mich nicht aus, ich hatte nie welchen. Etwas, was so trostlos klingt wie dieser Ausdruck weigere ich mich zu haben. Lust ist schon was anderes, und was das mit Heiraten zu tun hat weiß ich auch nicht. Das ist alles überkommenes Besitzstreben, immer gleich alles mit Brief und Siegel eintragen und festhalten. Ich habe gestern ein tolles Klavierkonzert gehört, ohne den Wunsch zu spüren, dann bei der hübschen Pianistin um die Hand anzuhalten oder gleich das Konzerthaus dazu zu kaufen.
    Ein Freund, ein Airliner, hat mir den „Finanziellen Kopiloten“ erklärt. Das ist ein Captain, der so viele Scheidungen hinter sich hat, dass er durch die Alimente am Gehalt eines Kopiloten gelandet ist.

  6. Fatalistisch is nur, wenn man dabei an Selbstmord denkt. Da aber ein Scheidungsopfer meist kein Geld mehr hat um sich einen Strick zu kaufen, ist es nicht fatalistisch. Und Der/Diejenige ohne Opfereigenschaft, hat keinen Grund, sich aufzuhängen. Gratuliere zum 30jährigen Jubiläum. Hoffe, ihr seid noch Freunde und könnt es feiern. Wenn sich aber in 2 Jahren die dritte Scheidung zum 30.en Male jährt, dann frage ich mich, ob du schon über 100 bist? Weil die erste muss sich ja auch jähren. – Ah, nein, ich habe einen logischen Denkfehler gemacht, stehe aber nicht an, ihn zuzugeben. Das ist wie in dem Polizeibericht: „Der Grösse des Einstiegloches nach zu schliessen, dürfte es sich um einen Einzeltäter handeln.“
    Ich hatte auch noch nie Sex, nur meine Partnerinnen. Was ich dabei hatte, weiß ich nicht, aber es war nicht schlecht. Natürlich muss man dazu nicht heiraten. Wer sagt denn das? Aber es kann dazu führen, das gemeinsame Keuchen. Darum ging es.
    Hinsichtlich des Klavierkonzertes kann ich nur sagen, du solltest vielleicht das Klavier nehmen, verzichte auf die Klavierspielerin. Das Klavier könnte wertvoller werden, wenn es alt wird. Ausserdem denke ich bei einer hübschen Klavierspielerin sicher nicht an ihre Hand. Ich bin daher der Ansicht, du solltest die Sache beim nächsten Konzert noch einmal überdenken. Hoffentlich spielt dann nicht Lang Lang. Hinsichtlich des Piloten kann ich nur sagen, dass der Gehalt eines Co-Piloten wahrscheinlich gar nicht so schlecht ist und er noch gut davongekommen ist. Darüber hinaus kann er jederzeit auf Stewardessen zurückgreifen, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn ich eine Pilotenkanzel richtig im Kopf habe. Er muss nur einen Kaffe bestellen.

  7. Auffallend ist, dass noch niemand meinen Fehler im Latein korrigiert hat. Daraus schließe ich, dass sich hier keine Lateiner herumtreiben. Was kann man daraus wiederum schließen?

    • Also, den langlang, der höre ich mir bestimmt nicht an. In meiner Plattensammlung – im Apple Store wirds sowas nicht geben – ist die Klaviersektion mit Leuten wie Glenn Gould, Claudio Arrau, Arturo Benedetti Michelangeli, Maurizio Pollini und so weiter bestückt. Und ein Klavier habe ich selbst, das wird wohl hundert Jahre alt sein, klingt aber schön.
      Das mit dem quo vadis, das verwendet man ja ziemlich unbefangen. Was ist schon daran wichtig, wohin ich gehe? Wen geht das was an? Where do you want to go today, ist schon etwas kurzatmiger. Ich weiß zwar nicht, wohin ich will, aber ich bin schneller dort. Dann samma endgültig beim Zeitgeist.
      Übrigens, was trennt eine Stewardess von der niedrigsten Form des Lebens? Die Kabinentüre. Hat mir ein anderer Airliner erzählt.

  8. Ich bin von Gott mit einer Eigenschaft geschaffen worden, die es mir erleichtert, Musik zu genießen. Ich bin unmusikalisch. Daher höre ich es zwar wenn einer sehr stark danebenhaut, aber ob dieser oder jener Spitzenpianist spielt, zieht an mir vorüber. Ich genieße nur – ohne störendes Wissen. So hüpft der einzelne Ton in mein Ohr, von wo er weiter in mein Hirn, zum Genußzentrum gleitet, ohne gefiltert zu werden. Bei Arien ist es ein wenig anders.
    Wohin gehst du denn? Ist eh wurscht. Geh halt den Jakobsweg, aber zur Abwechslung in die andere Richtung, beginnend in Innsbruck, über Istanbul, Karachi, Tokio, San Francisco, Nashville, Woodstock, New York, Bermudas, Kanarische Inseln, Porto und endend in Heiliger Jakob vom Sternenfeld.
    Und wenn dich wer fragt quo du vadist, sag ihm oder ihr dass das Ziel der Weg sei und dass du dieses suchest, um den Weg zu finden.
    Das mit der Stewardess finde ich gut. Manchmal haben es die niedrigen Lebensformen auch nicht schlecht. Wieviel besser geht es so mancher Milbe als mir.

  9. Witzig finde ich es, wenn der Lang Lang ein kurzes Stück spielt. Und da du ein hundertjähriges Klavier hast, frage ich dich: Spielst du Klavier?
    Kannst du dir übrigens vorstellen dich einer Dame mit Lang Lang vorzustellen. Da erhältst du entweder ein geheimnisvolles, lüsternes, versprechendes Lächeln oder eine Ohrfeige, weißt aber im Vorhinein nicht, was davon im konkreten Fall.

  10. Ich mag auch lieber instrumentale Musik, es sei denn, es ist Rockmusik aus den 70ern. Das Klavier habe ich mir etwa zeitgleich mit einer Faksimile-Ausgabe von Matthesons vollkommenem Capellmeister beschafft. Meistens spiele ich damit nur Motive aus Partituren nach, die mich interessieren.
    Angeblich hatte LangLang seinen Durchbruch mit Tschaikowskys erstem Klavierkonzert mit Eschenbach. Ich fasse aber nicht ins Auge, diese Einspielung gegen meine Doppel LP mit allen drei Konzerten Tschaikowkys zu ersetzen, da spielt nämlich Grigori Sokolow und Gennadi Roschdestwenksky dirigiert.
    Das mit dem Vorstellen wäre eine eigene Diskussion wert. Wie wir wissen, entscheidet sich alles beim ersten Augenschein in Sekundenbruchteilen. Du kannst dich dann vorstellen, wie du willst, es ist schon entschieden.

  11. Ich mag lieber Vokalmusik. Ausser die Geige. So ein Violinkonzert schafft es bei mir bis in die Seele, ein Klavier nicht. Das macht ja im Prinzip nur bimbimbimbimbumbim. Während so eine Violine doch singt huiiiiimmmhhhhhwiiiingsiiiinglililalaoiiii. Aber das Schönste ist doch eine Arie, die von der Callas gesungen wird oder von Benjamino Gigli.
    Mit deinen Kenntnissen der Klaviermusik und ihren Interpreten verblüffst du mich. Chapeau! sage ich da nur. Obwohl ich keine deiner Angaben überprüfen kann. Aber ich vertraue dir. Andererseits – der Name Roschdestwensky scheint nicht echt zu sein. Kein erfolgreicher Künstler kann so einen Namen haben. Keiner ginge zu seinem Konzert, weil man sich so verabreden müsste: „Gehst mit ins Konzerthaus, da Rosch, da Rosch, da Dings, woasst eh, da Dings spüt?“ Wie viel einfacher ist es doch, sich zu einem Konzert mit Herrn Lang zu verabreden. Deshalb wahrscheinlich auch sein Erfolg.
    Warst du schon bei Christiane auf einen Kaffee?
    Mit „Langlang“ möchte ich mich immer noch nicht einer Dame vorstellen müssen. Bei einem „Franz ist mein Name“ weiß ohnehin jede, was sie zu erwarten hat, ohne dass man es sagen muss, das ist der Vorteil meines schönen Namens.
    Das mit den Sekundenbruchteilen ist halt auch so eine Sache. Wo schaust du als erstes hin, wenn dir eine fesche Gretl im engen Pullover vorgestellt wird. Richtig! In die Augen. Zack, bist du verliebt und hast ihren Riesenhintern übersehen. Wie kommst du jetzt aus der Falle? Also lass dir Zeit beim Verlieben, sonst könnte das schöne Auge ins Auge gehn.

  12. Franz, you are a matcho pig!
    Resi

  13. Resi, ich schäme mich.
    Franz

  14. Natürlich haben Komponisten viel Klimbim geschrieben, aber das muss mann nicht hören. Seit ich Guldas Aufnahme des alla turca habe weiß ich, dass mann auch Mozart männlich und kraftvoll spielen kann, und Harnoncourt kann ihn auch so dirigieren. Leider hat er nicht die gottgewollte Anzahl von 9 Sinfonien geschrieben, sondern nur drei, mit den Nummern 39, 40 und 41.
    Zum langlang verabrede ich mich nicht, da lass ich es gleich knallen und geh dann mit einem Kumpel auf ein Bier. Das würde nur den Beweis erbringen, dass man beim Bumsen mehr Leute kennen lernt als beim selbermachen.
    Aber bei der Gretl, das geht schon. Du musst es nur subtil machen. Schau direkt auf den Busen und sag: Gretl, was hast du mit deinen Haaren gemacht?

  15. Gibts hier noch immer keinen Lateiner?

  16. si tacuisses confessor mancisses. sile et cade virilis.

  17. si tacuisses confessor mansisses. sile et cade virilis.

    Vertippt, aber auf jeden Fall: vae victis.

  18. VBI FRANCISCVS? REQUIESCAT IN PACEM?

    Fragezeichen sind nicht Latein, schon wissen…

  19. Quo vadent?!!! Endlich hat mir ein Lateiner geholfen. Mein Einleitungssatz muss lauten : „Beziehungen, quo vadent?“ Wieder dazugelernt. Jetzt muss ich nur noch „Beziehungen“ übersetzen.
    Reinhard: Sum in Innsponte. Morgen Kaffee? Und womit schmückten die alten Römer ihre Fragen, mangels Fragezeichen?

  20. Die kannten ja auch keine Honda Shadow.
    Späterer Vormittag¿ Bei deiner Christiane¿

  21. Wär supa

  22. Ich habe etwas übersehen. Wie kommst du drauf, dass Mozart nur die drei Symphonien 39, 40 und 41 schrab? Soll den Rest der Süßmayer komponiert haben? Bei Symphonie Nr. 1 kannte er den Mozart noch gar nicht. Aber du meinst wohl, dass nur diese drei in Konzerthäusern gespielt werden. Dass ist sehr schade, denn auch die anderen sind hörenswert, wenn nicht gar göttlich. Tu mir den Mozart nicht verkleinern! Andererseits ist er so groß, dass das gar nicht möglich ist. Sonst könnte man auch das Universum verkleinern, was manche Menschen ja versuchen. Tatsächlich verkleinern sie aber nur ihr Weltbild durch aktives Nichtwissenwollen. Die Welt ist halt nicht das Universum. Was ich nicht weiss, existiert nicht etc. und auch, ich bin, weil ich nicht denke, was ein Irrtum ist, aber unseren Schülern beigebracht wird. In principio erat verbum. Was ich damit sagen will? Keine Ahnung.
    Vale
    Franz

    • Dann wer i so ummere 11lfe dort auftauchen.

  23. Guat so, i a. Gfrei mi.

  24. Super war es und die Christiane war wie immer unbeschreiblich lieb und nett, aber auch sexy. Lieber R., zu deinem 800 Seiten Opus wünsche ich dir viel, viel Erfolg.

  25. Nach langem Überlegen einige ich mich mit mir jetzt auf : Relationes quo vadent.


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