LESUNG

Januar 13, 2010 um 8:45 pm | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar
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Nein, nicht aus dem Brief des hl. Apostel Paulus an die Korinther u.a.m., sondern von mir am Freitag den 15.1.2010 um 18.30 Uhr in Radio Oberösterreich in der Sendung „gsunga und gspüt“, aus meinem neuen Buch „Goiserer Pfeffer III“.

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Bucherfolg

August 4, 2009 um 6:43 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 6 Kommentare
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Hurra! Seit heute ist mein Buch „Der Öleusweg“ auch bei MORAWA in Innsbruck gelistet. Leider ist es hier sehr schwül und bewölkt. Der Berg Isl ruft laut.

Schreiben oder nicht schreiben? das ist keine Frage

Juli 2, 2009 um 12:09 am | Veröffentlicht in Allgemein | 2 Kommentare
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Folgendes habe ich heute gestohlen, von der Seite von →“thewritingyak“. Aber der Spruch ist so gut, dass er eine hohe Gefängnisstrafe (zumindest auf Hawaii, Strandgefängnis) wert ist:

„Better to write for yourself and have no public, than to write for the public and have no self.“ Cyril Connolly

Lesung aus meinem neuen Buch

März 4, 2009 um 11:54 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 13 Kommentare
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Ehrlich gesagt, erst aus dem Manuskskript von „Goiserer Pfeffer II“, aber dennoch. Wann? Am Samstag 7.März in Marys Weinstadel in Bad Goisern, ab 20 Uhr, mit uralter alpenländischer Musik in den Pausen.

In der Mitte nichts Neues-Franz Kain soll aber leben

Januar 26, 2009 um 7:15 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 2 Kommentare
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Im Westen nichts Neues. Ein ausgezeichnetes Buch von Erich Maria Remarque. Wurde von den Nazis verbrannt, wenn ich mich nicht irre. Das Buch, nicht der Erich. Das wäre später gekommen. Hat der damals eigentlich noch gelebt? Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls gibt es ein ähnlich gutes Buch von →Franz Kain. Titel: →“In Grodek kam der Abendstern“. Ein Antikriegsbuch vom Feinsten. Oder sollte man in diesem Fall eher vom Grauenhaftesten sprechen. Anyway, es schildert den Krieg und seine Greuel so bildhaft, dass jeder ein Idiot ist, der noch vom Kriege schwärmt, nachdem er es las. Das Buch ist ein Werk, das wohl zur europäischen Spitzenklasse gezählt werden darf. Sein Protagonist ist der Dichter Georg Trakl, der wohl nicht zuletzt aufgrund dessen, was er im Krieg sehen mußte, an einer Überdosis starb. Franz Kain ist ein gebürtiger Goiserer, der in der Nazizeit auch so einiges erleben mußte, da bekannt war, dass er kommunistischen Ideen nicht abhold war. Er kam dafür in ein Strafbataillon. Wegen seiner politischen Meinung wird er gerne hier im Ort verschwiegen, auch wenn es zaghafte Versuche gibt, ihn wieder zu erwecken. Dazu müssten aber auch seine Bücher Pflichtlektüre von Goiserer Hauptschülern werden. Diese könnten damit sicher mehr damit anfangen als mit Grillparzers „Der arme Spielmann“ oder Goethes „Faust“, den ja auch die Lehrer kaum kennen. Eigentlich sollte Kain in jeder Schule Österreichs zur Pflichtlektüre zählen. Also auf denn ihr Lehrer: Lehrt Franz Kain.

Verbietet die Türkei das Lesen von Karl May?

Oktober 25, 2008 um 10:19 pm | Veröffentlicht in Bücher sind zum Lesen da | 5 Kommentare
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Einer der Suchbegriffe, mit dem jemand auf meinen Blog kam, lautet: „Türkei verbietet Karl May Bücher“. Davon habe ich noch nichts gewusst oder gehört. Wer weiß mehr davon?

Feuchtgebiete gehen nicht – Feuchtgebiete liegen in Bad Goisern

Juli 9, 2008 um 9:50 pm | Veröffentlicht in Bücher sind zum Lesen da | 3 Kommentare
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Das Buch geht nicht, sagen wir in Bad Goisern, wenn sich ein Buch nicht verkauft. Oder über andere Artikel des Handels sagen wir das auch: Die Gurken gehen heute überhaupt nicht, oder, der Leberkäs geht heute gar nicht etc. Bei Frauen sagen wir: „Bei der geht überhaupt nix“. Und damit meint der Goiserer, er habe versucht, dieser bestimmten  Frau sehr, sehr  nahe zu treten und sei zurückgewiesen worden. Irrtümlich formuliert er diesen Satz aber so, als würde diese bestimmte Frau jeden zurückweisen, nicht nur ihn. Es handelt sich hiebei um eine sogenannte “ Allgemeinisierung des Individuellen“ oder um eine „Das Ego schützende Verallgemeinerung einer negativen Reaktion“. Die kommt bei uns sehr häufig vor.

Aber zur Sache: Auf meinen Rat hin hat die hiesige Buchhändlerin drei Exemplare von Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ geordert und bietet diese auf einem Bestsellertisch in ihrem Laden an. Bisher hat noch kein Goiserer, keine Goiserin eines dieser Exemplare auch nur angerührt, geschweige denn durchgeblättert. „Siehst Du“, sagte die Buchhändlerin heute zu mir, „ich habe Dir doch gesagt, dass diese Buch in Goisern niemand kauft. Gott sei Dank habe ich nur wenige Exemplare eingekauft.“ Ich bin verblüfft. War doch ein Bericht über dieses Buch beinahe in jeder Zeitung, in  jedem ORF-Kulturjournal und in jeder Talkshow der letzten Wochen. Es ist daher unmöglich, dass die Goiserer nicht wissen, das es dieses Buch gibt und worüber es handelt. Fatal für die Buchhändlerin ist eher, dass es offensichtlich jeder potentielle Käufer in Goisern weiß und deshalb davon ausgeht, dass die zweite Person, die sich im Buchladen befindet auch über dieses Buch Bescheid weiß und daher über ihn, den potentiellen Käufer, schlecht denken würde, nähme er das Buch auch nur in die Hand. Auch denkt er selbiges über die Buchhändlerin, vor der sich der potentielle Käufer ziert wie ein Röslein vor der Biene beim ersten Mal im Frühling. Und so kommt es, dass dann, wenn im gesamten deutschsprachigen Sprachraum die Feuchtgebiete ausverkauft sein werden, in Bad Goisern immer noch 3 Exemplare zu kaufen sind. Weil, so ist mein Verdacht, die Goiserer kaufen die Feuchtgebiete in Bad Ischl.

Merkwürdig bei der ganzen Sache ist, dass der durchschnittliche Goiserer gerne Gstanzln singt und er in diesen Vierzeilern Feuchtgebiete mit Worten beschreibt, welche Charlotte Roche vor Scham erblassen lassen würden. Aber dabei handelt es sich eben um sogenannte Volkskultur, die vieles zulässt, solange sie nicht von Lehrern verbogen wird. Heute müsste man eigentlich zwischen Volkskultur und Lehrerkultur (als verfälschte, enterotisierte Volkskultur) reden.

Gretchen und Margarethe Brandt

Juni 19, 2008 um 7:53 pm | Veröffentlicht in Bücher sind zum Lesen da | 3 Kommentare
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Ich habe ein Buch verborgt und weiß nicht mehr, an wen, obwohl ich einen Verdacht habe. Das Buch handelte von dem Prozess gegen Margarethe Brandt im Jahre 1771. Margarethe Brandt war ein Dienstmädchen in einem Gasthof, wurde von einem Soldaten geschwängert und tötete nach der Geburt aus Not das Neugeborene. Im Prozess wurde sie zum Toder verurteilt und anschliessend hingerichtet, glaublich 1772. Das Buch, um das es mir geht, zeigte in Abdrucken Prozessunterlagen, wie Eingaben an das Gericht durch den Verteidiger und verschiedene Protokolle. Goethe  hat ums Eck des Gerichtes gewohnt, jedenfalls in der Nähe und dürfte den Prozess mitverfolgt haben, wenn nicht gar die Hinrichtung. Ob in Frankfurt oder in Weimar, weiß ich nicht mehr, aber 1771 dürfte er noch Student oder seit erst kurzem keiner mehr gewesen sein. Jedenfalls wurde diese Margarethe sein Vorbild für das Gretchen im Faust.Gott sei Dank wurde er im laufe seines Lebens so klug, dass er das Drama nicht mit dem Wort, das über Gretchen von Engelsstimmen gesprochen wurde, „gerichtet“ sondern mit „gerettet“ enden ließ. Inwieweit er damit die künftigen Urteile für Kindesmörderinnen beeinflusste, weiß ich nicht. Aber jedenfalls ist nicht die tragischte Liebesgeschichte der Literatur „Romeo und Julia“, sondern steht ihr die einseitige, unglückliche und tödliche Liebe von Gretchen sicherlich gleich.

Wer kennt das Buch, das ich nicht mehr finde?

Erotische Weltliteratur

Juni 7, 2008 um 10:05 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 4 Kommentare
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→Reinhard und ich haben heute bei Frau →krimi.krimi drüben hochwertige erotische Literatur verfasst. Das soll nun auch meinen Lesern zugute kommen, deshalb habe ich meine Texte hier herüber kopiert. Es geht dabei um den größten aller Westernhelden, von dem es jede Woche eine Ausgabe eines Romanheftes gibt, um LASSITER. Er ist der schnellste Schütze und der härteste Kämpfer mit der Faust, stets kämpft er für das Gute gegen das Böse. Zahllose erotische Abenteuer begleiten seinen Weg durch den Westen und es gibt keine Situation, in der er nicht seinen Mann steht. Ich habe mich einmal in der Szene eines solchen Romanes in Annäherung an den Originalstil versucht. Das Ergebnis sehen Sie hier.

Ein Western
“Als die junge vollbrüstige Ärztin sich über ihn beugte und mit einem kühnen Schnitt seine Rippen freilegte, biss Lassiter die Zähne vor Schmerz zusammen und dennoch konnte er ein Regen in seiner Hose nicht vermeiden. Er war schon zu lange in den Bergen allein hinter der Bande hergewesen und dies war die erste Frau seit Wochen, die er nahe an sich spürte. Als sie dann die sechste Kugel aus seiner Lunge entfernte, war der Schmerz beinahe unerträglich. Nur der Anblick ihrer Brüste hielten ihn bei Bewusstsein. “Nur nicht das Bewusstsein verlieren”, schoss es ihm durch den Kopf, “die Bande kann jeden Augenblick hereinstürmen und versuchen, die Ärztin zu vergewaltigen, während ich hier mit geöffnetem Brustkorb tatenlos zusehen muss”. Mit einer Hand gelang es ihm den Hahn des linken Colts zu spannen, um im Falle eines Falles doch noch einen Schuss aus der Hüfte abgeben zu können. Und mit einer übermenschlichen Kraftanstrengung hob er seinen Kopf, blickte an den Brüsten vorbei und flüsterte ihr ins Ohr:”Sobald du meinen Brustkorb zugenähnt hast, zeige ich dir etwas Feines von mir. Du wirst meinen Dank nie vergessen.” Und mit einem Stöhnen fiel sein Kopf zurück auf den alten, veerschwitzten Sattel, der ihm als Kopfstütze diente. “Jetzt wird es ein wenig weh tun, mein Held” , sagte die junge Ärztin, “aber es wird gleich vorbei sein. Nur noch ein paar Stiche mit den Hufnägeln, welche die zwei Fleischlappen zusammenhalten werden, bis die Wunde verheilt ist, und du wirst dich wieder besser fühlen. Soll ich dir eines der Mädchen aufs Zimmer schicken?” Lassiter verneinte. Obwohl sein Verlangen stark war, sagte ihm doch der Verstand, dass sein Körper nach dieser Operation der Ruhe bedurfte. Je schneller die Wunde zusammenwuchs, desto schneller konnte er die Red-Mountain-Bande verfolgen. Er musste auch hart bleiben und sich davon nicht von der begehrenswerten jungen Ärztin, deren Haar nach Rosmarin duftete, abhalten lassen. Zuerst kam die Pflicht.

Dichter und solche, die es werden wollen, können, sollen und müssen sich an verschiedenen Formen der Lyrik üben. Ein Beispiel ist folgende Übung:

Dichterschule
Aufgabe: Variiere das Beispiel “PETER SCHLÄFT BEI SEINER FRAU”

Gedichtformen: Heiku, Gstanzl, Goethe, Bukowsky, Villon
Der Name des Protagonisten kann beliebig geändert werden, muss aber 2silbig sein,

Heiku:

Peter schläft im Bett
Der Mond scheint heute Nacht nicht
Sein Weib umarmt ihn

Gstanzl:

Wann da Peta im Bed liegt
Und da Mond heit nit leicht
Drucktn sei Oide ans Busal
Weil sei Schlof is so seicht.

Goethe:

Im Bette liegt Peter der Grosse, dem weichen.
Kein Mondstrahl will heut seine Wangen bleichen.
Ein schönes Weib hält ihm deshalb die Hand,
So kann er auf Traumes Flügel entfleuchen –
in Morpheus Land.

Charles Bukowsky

Wenn Peter ohne Mondschein nicht schlafen kann,
Wendet seine holde Maid diese Methode an:
“Schlafe mein Liebster, bleib nicht länger mehr munter”
flüstert sie –
und holt ihm dabei einen runter.

Francois Villon:

Verfluchter Gott, schenk mir – Peter – endlich Nachts Ruhe,
Sonst aber wirf mich gleich in die Begräbnistruhe,
Und danach in das Erdloch neben all diese Affen,
Die Päpste, die Probste, die Äbte und Pfaffen.
Mein huriges Weib schmeiss gleich hinterher,
Sie kochte nur schlecht, ich lieb sie nicht mehr.

Kaffee und der Osterspaziergang im Mai bei 35 Grad

Mai 30, 2008 um 7:29 pm | Veröffentlicht in Bücher sind zum Lesen da | 2 Kommentare
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Heute hatte ich ein ganz liebes Erlebnis. Eine Freundin rief mich an und lud mich auf einen Kaffee ein, sie hätte mir etwas zu erzählen.  So eine Einladung schlägt man nicht aus. Im Kaffeehaus erzählte sie mir dann voller Freude, sie würde sich jetzt mit dem →Faust beschäftigen, über den wir vor einiger Zeit sprachen und hätte jetzt den Osterspaziergang auswendig gelernt. Die ganz Jüngste sei sie nicht mehr und so sei sie sehr stolz, dass sie das geschafft habe. Und dann rezitierte sie für mich den Osterspaziergang im Kaffeehaus. Das war das erste Mal, dass eine Frau für mich ein Gedicht aufsagte. Sie freute sich, dass ich mich freute und ich freute mich, dass sie sich freute. Das war wieder einmal so ein kleines Ding, ein solcher Moment, welche das Leben lebenswert machen. Der Kaffee schmak übrigens vorzüglich.

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