Mein Jungfernflug mit Paraglider vom Krippenstein war ein Hit

Oktober 13, 2008 um 8:29 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 1 Kommentar
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Franz, Christian und Toni

Franz, Christian und Toni

Der Hallstättersee zu meinen Füßen

Der Hallstättersee zu meinen Füßen

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Die Sonne, der Dachstein und ein Kuss

September 1, 2008 um 9:14 pm | Veröffentlicht in Bad Goisern | 1 Kommentar
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Die Sonne scheint jeden Tag. Nur sehen wir sie oft nicht, weil sie durch die Wolken verdeckt ist. Heute ist ein Tag ohne Wolken. Der Himmel ist blau und die Wiesen blühen. Sie hören gar nicht mehr zu blühen auf, sie überblühen. Wenn man vom Predigstuhlhotel hinunterblickt, gleitet der Blick zuerst über Millionen von Blumen in allen Farben, die sich über das Gras erhoben haben. Kein Mensch kann einen bunten Teppich knüpfen, wie die Natur die Wiese unter dem Predigstuhl knüpfte. Komm her, ruft sie mir zu, leg dich in mich, strecke dich aus und blicke in den Himmel, dann schliesse die Augen und denke einfach nichts, oder träume in mir. Mein Blick schweift weiter und sieht weit hinten den Hallstättersee am Fuße des Krippensteines. Es ist noch morgens und die Sonne ist noch nicht in das Tal des Sees hinuntergetaucht, so liegt er schwarz und drohend vor mit. 2000 m darüber aber strahlt schon der Schnee im Sonnenlicht. Rechts davon, noch 1000 m höher glänzt der Dachsteingletscher. Hoch ragt der Dachstein auf und beherrscht die ganze Szene. Immer wieder rief und ruft er mich, kumm aufi Bua, kumm aufi! Noch nie bin ich seinem Ruf erlegen, doch das Verlangen wächst. eines Tages werde ich ihn besteigen und mich Schnee und Eis, Wind und Regen und der Kälte aussetzen, um ihn zu bezwingen. Noch aber ruft auch der Kaffe auf der Terasse des Berghotels Predigstuhl nach mir, bestell mich Bua, bestell mich. Und seinem Rufe folge ich und bestelle einen Verlängerten bei der hübschen Kellnerin in ihren hautengen Lederhosen, mit der Figur der Marylin Monroe und denke an eine Sünde. Soll ich den Verlängerten bezahlen oder einfach so verschwinden? Nein, das kommt nicht in frage, sonst dürfte ich die Kellnerin nie wieder sehen und der Kaffe ist zu köstlich hier heroben. Zu viele Erinnerungen sind mit diesem Platz verbunden. Früher führte ein Sessellift hier herauf. Oft lud der Vater meine Geschwister und Mutter zu einer Sesselliftfahrt ein, mit einer Anschliessenden Wanderung zur Rossmoosalm oder gar zum Hütteneck. Das waren richtige Abenteuer diese Wanderungen. Und habe ich den Lift im Winter benutzt, um mit Freunden Ski zu fahren. Lustige Nachmittage haben wir auch im Restaurant verbracht, mit Musik und Singen und erst nach einbruch der Dämmerung sind wir dann hinuntergefahren, schnell wie der Wind, um die Piste noch vor kompletter Dunkelheit zu bewältigen.  Und einmal nahm ich sie im Sommer mit, um ihr die Schönheit des Tales zu zeigen und wir blieben lange sitzen, bei interessanten und amüsanten und klugen Gesprächen, wie man sie nur mit ihr führen kann. Die Zeit verging im Fluge und als uns schon der Mond unter den Bäumen erblickte, hat sie mich zärtlich geküsst. Ein Moment, an den ich immer denke, wenn dort oben sitze und meinen Kaffee schlürfe und über die bunte Wiese meinen Blick über den Hallstättersee zum Dachstein schweifen lasse. Und dann denke ich, dass es doch noch etwas schöneres gibt, als ein bunte Frühlingswiese im Sonnenschein – den Kuss einer geliebten Frau.

Sonnenschein, der Dachstein und ein Kuss von IHR

Mai 12, 2008 um 9:11 am | Veröffentlicht in Bad Goisern | 2 Kommentare
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Die Sonne scheint jeden Tag. Nur sieht man sie oft nicht, weil sie von Wolken verdeckt wird. Heute, am Pfingstmontag, aber ist kein Wölkchen am Himmel und sie kann mein Tal erhellen. Die Blumen blühen überall. Besonders hier heroben, am Predigstuhl. Es scheint mir, als würde die Wiese unter mir überblühen, so bunt ist sie. Millionen von Blumen haben den Kampf gegen das Gras gewonnen und überragen es nun. Auch der grösste Künstler kann keinen solch bunten Teppich knüpfen, wie es hier die Natur tat. Mein Blick schweift hinunter über die blühende Wiese, am Wanderer vorbei, hin zum Hallstättersee. Er liegt in einem tiefen Einschnitt der Landschaft und die Sonne hat ihn noch nicht erreicht. Daher ist er noch dunkel und beinahe drohend. Über ihm aber erhebt sich der Krippenstein und sein Schnee glänzt in der Sonne blendend weiß. Rechts von ihm ragt der Dachstein auf, mit seinen großen Gletschern. Ich vermeine ihn, wie immer, rufen zu hören, kumm aufi Bua, kumm aufi. Und wieder werde ich seinem Ruf wiederstehen, vielleicht ein letztes Mal. Denn ins Unermessliche ist inzwischen mein Wunsch gestiegen, ihn einmal zu bezwingen, mich durch Schneestürme zu kämpfen, Gletscherspalten zu überwinden und der Kälte zu trotzen. Ausserdem geht da von irgendwo auch eine Seilbahn hinauf, wenn auch nicht ganz auf den Gipfel. Jetzt aber sitze ich hier auf der Terasse des →Berghotels Predigstuhl und aus der Küche höre ich den Lockruf des Kaffees, Bua bestell mich, Bua bestell mich. Und ich erliege diesem Lockruf sofort und bestelle einen Verlängerten. Serviert wird er von der hübschen Kellnerin in ihren hautengen Lederhosen, die ihre Formen trefflichst betonen. Vielen Erinnerungen kann ich hier heroben nachgehen. Früher führte ein Sessellift herauf, zum Berghotel. Es war immer wie ein Weihnachten und Ostern zusammen, wenn Vater mich, meine Geschwister und meine Mutter zu einer Sesselliftfahrt einlud. Wir wanderten dann vom Hotel zurück, zur Rossmoosalm oder gar zum Hütteneck. Das war jedesmal ein Abenteuer, insbesondere, weil wir Brüder Steinschleudern mithatten und Zielschiessen veranstalteten, Vater aber nichts davon bemerken durfte. Er hat sich dann gewundert, wenn plötzlich einer von uns an der Stirn blutete. Hingefallen bin ich, da hinten, sagte ich dann zu ihm, der Klaus auch. Vater wird sich gewundert haben, dass er Buben hatte, die beim Gehen so oft hinfielen. Und im Winter bin ich oft mit dem Lift heraufgefahren, um mit Freunden Ski zu fahren. Häufig hatten wir einen lustigen Nachmittag im Restaurant, bei Musik und Gesang. Dann wurde es spät und wir mussten uns beeilen, um noch vor Einbruch der Dunkelheit noch das Tal zu erreichen. Aber geschafft haben wir es immer. Unzählige male  lag ich im Frühling in der Wiese unter dem Berghotel, mit geschlossenen Augen, und hing meinen Gedanken und Träumen nach, während die Blumen mir zuflüsterten, es wird gut, es wird gut, es wird gut, ruhe dich hier aus. Und mit ihr war ich heroben, als ich sie das erste mal zum Essen ausführte. Stundenlang haben wir miteinander gesprochen, wie man nur mit ihr sprechen kann, interessant, klug und amüsant. Und als es Nacht war, Zeit, nach Hause zu fahren, ich hierhin, sie dorthin, standen wir unter den Bäumen beim Auto und sie gab mir einen Kuss. Den werde ich nie vergessen. Denn seit damals weiss ich, dass es etwas noch Schöneres gibt als eine Blumenwiese im Sonnenschein – den →Kuss einer geliebten Frau im Mondschein.

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