Meine erste Liebe – ein Marienkäferl eroberte mein Herz

Januar 21, 2010 um 12:07 am | Veröffentlicht in Bad Goisern, Romantik | 4 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , , ,

Kinderball im „Kaffee Heller“

 

Dort, wo heute die Sparkasse steht, stand früher ein Kino,

eigentlich ein wenig dahinter. Gleich vis a vis vom Friseur, wo

früher – ich spreche von den 50ern und 60ern – eine Apotheke

stand. Um klar zu sein, wo der Friseur ist, war früher eine

Apotheke und gleich gegenüber ein Kino, das der Familie

Pramesberger gehörte. Über die sonntäglichen Kinobesuche und

den Herrn Pramesberger und seine Frau und den Polizisten

“Lahner-Lux”, der das Alter der Besucher überwachte, ist noch

viel zu schreiben, aber an anderer Stelle. Jedenfalls gab es am

Beginn der Vorstellung immer Werbung und diejenige, die ich

wohl am häufigsten sah und hörte, war ein Bild vom Cafe Heller

auf der riesigen Filmleinwand und dazu sagte eine Stimme:

“Besuchen Sie das Gartencafe Heller, bekannt für seine hausgemachten

Mehlspeisen, gleich am Anfang des Ortes.”

“Der Heller”, wie wir das Cafe nannten, war einmal auch ein

Tanzlokal. Die Musik kam aus einer Musikbox, für einen

Schilling konnte man drei Lieder hören. Manchmal bekamen

wir Buben einen Schilling vom Vater, um hinüberzugehen zum

Heller und Musik zu hören, am Sonntagnachmittag. Da wollte

er wohl ein wenig Zeit mit Mutter verbringen. Aus der Box

hörte man Conny Francis und Caterina Valente, Gus Backus,

Freddy Quinn, Martin Laurer, Elvis Presley und viele andere,

von denen man heute aber nichts mehr kennt, außer vom KING

natürlich. Ich wählte oft dieses “wilde” Lied von von Peter

Hinnen, “Auf meiner Ranch bin ich König”. Das ging ungefähr

so: “Auf meiner Ranch bin ich König, die weite Welt lockt mich

wenig – denn auf dem Rücken der Pferde, da liegt das Glück

dieser Erde, hollidriodiiiiiiii, hollidriiiioooodi holladrio etc.”

Am Faschingsonntag oder -montag fand im Heller jährlich der

Kinderball statt. Hurra, das war eine Freude und ein riesiges

Erlebnis jedes Mal. Ich kann mich noch an meinen ersten

Kinderfasching erinnern, als wäre es gestern gewesen.

Meine Mutter zog mich als Cowboy an. Wie meine beiden

Brüder verkleidet waren, weiß ich nicht mehr, der kleinere

Bruder blieb wahrscheinlich zu Hause, weil ich war selber erst

vier oder fünf Jahre alt, gerade alt genug um zum ersten mal zu

tanzen. Ganz aufgeregt war ich. Im Heller saßen wir alle an

einem Tisch, mein älterer Bruder Klaus, meine Mutter und mein

Vater und ich, der wildeste und verwegenste Cowboy, den es

gab. Ich trank Sinalco oder Bluna. Sogar einen Schnurrbart

hatte ich, wenn auch nur mit Schminke gezeichnet. Als die

Musik erklang, gingen wir kleinen Kinder, von den Eltern ermutigt,

zuerst allein auf die Tanzfläche, standen ein wenig hilflos

herum und schauten den grossen Kindern, die waren schon

unglaubliche fünf oder sechs Jahren alt, zu, wie sie tanzten. Man

nahm sich an beiden Händen, lehnte sich ein wenig zurück und

drehte sich dann im Kreise. Das schien gar nicht so schwer zu

sein. Aber mit wem sollte ich tanzen? Mit dem Bertl oder dem

Willi ging das nicht, weil offensichtlich nur gemischte Paare

tanzten. Soweit hatte ich das schon begriffen.

Plötzlich sah ich neben der Musikbox das schönste Mädchen

der Welt stehen, die Sissy K., als entzückendes Marienkäferl

maskiert, mit einem roten Hut mit schwarzen Punkterl und auch

ihr Kleid war rot mit schwarzen Punkterln. Mein Gott, war die

schön, die Wangerl waren auch ganz rot geschminkt. Und

Augen hatte sie, wie funkelnde Diamanten. Der Ohnmacht vor

Liebe nahe, flüchtete ich zu meine Eltern. “Mit der Sissy möchte

ich so gerne tanzen, aber ich trau mich nicht” sagte ich zu

meinem Vater. “Trau Dich nur Bub” meinte er und meine

Mutter ergänzte: “Bist doch ein fescher Cowboy und ein

Cowboy hat vor nichts eine Angst, also geh hin und frage sie, ob

sie mit Dir tanzen will.” Schweiß stand auf meiner

Cowboystirn, meine Knie wurden weich und die Beine zitterten.

Wie zum Teufel sollte ich die Sissy fragen. “Wie fragt man?”

begehrte ich von der Mutter zu wissen. “Geh Bub” nahm sich

der Vater meiner an, “da fragst Du einfach: Sissy, darf ich bitten”.

Naja, das sagt sich recht leicht. Da stand ich am Tisch bei

meinen Eltern und auf der anderen Seite des Saales stand Sissy,

die Göttin, die vielleicht nicht mit mir tanzen wollte, und sicher

nein sagen würde, wenn ich sie um einen Tanz bäte. Die Eltern

ließen mich aber nicht mehr an den Tisch zurück, mich niederzusetzen

mit meinen weichen Beinen. “Na geh schon Bub”

munterte mich die Mutter auf.

Und wie verhext hatte jemand eine neue Platte in der Musikbox

gewählt, meinen Liebling, Peter Hinnen. Zurück konnte ich

nicht, das ließen meine Eltern nicht zu. Vor mir öffnete sich die

unendliche Weite der Tanzfläche, noch leer. Die ersten Paare

näherten sich ihr schon. Mir schwindelte leicht und zögernd

begann ich die Tanzfläche zu überqueren. “Sie wird nein sagen,

sie wird nein sagen, sie wird nein sagen” flüsterte ich vor mich

hin. Das schönste Mädchen der Welt würde sicher nicht mit mir

tanzen, das wusste ich. Schon hatte ich die halbe Tanzfläche

überquert, der Tisch, wo jetzt Sissy mit ihrer Familie saß, näherte

sich mir mit ungeheurer Geschwindigkeit. Und ich weiß nicht

mehr, wie ich es bis dorthin geschafft hatte, plötzlich stand ich

vor ihr. “Du Sissy”, stammelte ich, “hörst Du auch die Musik?”

“Ja sicher” flötete es aus ihrem wunderschönen Mund, “Das ist

der Peter Hinnen, der singt Auf der Ranch bin ich König”.

“Und?” stammelte ich, “bist Du ein Marienkäferl? Ich bin ein

Cowboy.” “Aha” antwortete die Süße. Ich hatte inzwischen

mehr als 40 Grad Fieber. “Gibst Du mir einmal Deine Hand?”

kam über meine Lippen. Gleich reichte sie mir ihr Händchen

und drückte meines. “Willst gar vielleicht tanzen?” hauchte sie

mich an. “Ob ich tanzen will? Jaja, freilich, tanzen, ja tanzen,

genau, ja tanzen will ich gerne. Mit Dir?” fragte ich wie blöd.

“Klar mit mir, oder willst Du mit einem Marienkäferl nicht tanzen,

ich tanze gerne endlich einmal mit einem Cowboy.” Dabei

übersah sie geflissentlich, genauso wie ich, dass eigentlich alle

Buben als Cowboys verkleidet waren, nur vereinzelt sah man

auch einen Indianerhäuptling. Denken konnte ich überhaupt

nicht mehr.

Sissy aber ergriff jetzt die Initiative. Meine Hand hatte sie ja

bereits gepackt, und so zog sie mich hinter sich her auf das

Tanzparkett. Sie drehte sich zu mir, sodass ich in ihr strahlendes

Gesicht sehen konnte, funkelte mich mit ihren Augen an und

nahm meine zweite Hand. Hundert Hände hätte ich ihr in diesem

Augenblick gegeben, wenn ich sie gehabt hätte, abhacken

hätte ich sie mir für sie lassen. Aber das wollte sie gar nicht. Sie

lehnte sich zurück, streckte die Arme aus, mir blieb nichts anderes

übrig, ich tat dasselbe, unser Griff hielt. Und zaghaft begann

ich mich zu bewegen, ein Schritt links und noch ein Schritt links

und noch einer oder war es rechts, mir war es egal. Ich drehte

mich und mit mir drehte sich die wunderschöne Sissy. “So”,

dachte ich, “muss sich der König einer Ranch fühlen, und ich

bin schon irgendwie ein wilder Bursche, ein richtiger Cowboy”.

Vater und Mutter strahlten um die Wette und waren fürchterlich

stolz auf ihren Sohn bei seinem ersten Tanz.

Wie lange und wie oft ich an diesem unvergesslichen

Faschingsonntag noch mit Sissy tanzte, ob ich mit anderen auch

noch tanzte oder nicht, mir ist nichts in Erinnerung. Ihre Äuglein

die beim Tanze strahlten und mich ansahen, hatten mich

unfähig gemacht, zu denken, zu sehen oder zu hören. Die Welt

war verschwunden, es gab nur noch diesen Tanz und die zwei

Mädchenhände, die die meinen hielten. Leider habe ich mit

Sissy nach diesem Sonntag nie wieder getanzt, später verlor ich

sie für viele Jahre aus den Augen und sie fand einen anderen,

der sie hoffentlich auch einmal für zumindest eine Sekunde so

lieb gehabt hat, wie ich bei diesem Tanz beim Heller.

Das Märchen von den Trüfö-Weibern

Juni 4, 2009 um 9:48 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 20 Kommentare
Schlagwörter: , , , ,

Eines der Märchen in meinem neuen Buch behandelt die Trüfö-Weiber. Das sind solche Frauen, die gerne tratschen und schwätzen („trüfön“ auf Goiserisch):

Das Märchen:  Am Sonntag Vormittag ging die Zenzi in die hl. Messe. Nackt war sie, bis auf ein kleines schwarzes Höschen, das ihren drallen Popo bedeckte. Ihr linkes Auge war blaugeschlagen und sie roch stark nach Schnaps. Sie ging auch beichten und zur Kommunion. Nachdem der Pfarrer seine Schäfchen gesegnet hatte, verließ sie die Kirche und ging eilenden Schrittes nach Hause, ohne jemanden eines Blickes zu würdigen. Auch Resi, Fini, Mizzi, Christl, Penthesilea und Ferdinandine, die einen von Natur aus böse, die anderen alte vertrocknete Jungfern, hatten an der Messe teilgenommen und standen nachher noch lange am Kirchenplatz zusammen um das eine oder andere zu bereden. Dabei fiel kein Wort über die Zenzi.

Feuchtgebiete gehen nicht – Feuchtgebiete liegen in Bad Goisern

Juli 9, 2008 um 9:50 pm | Veröffentlicht in Bücher sind zum Lesen da | 3 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Das Buch geht nicht, sagen wir in Bad Goisern, wenn sich ein Buch nicht verkauft. Oder über andere Artikel des Handels sagen wir das auch: Die Gurken gehen heute überhaupt nicht, oder, der Leberkäs geht heute gar nicht etc. Bei Frauen sagen wir: „Bei der geht überhaupt nix“. Und damit meint der Goiserer, er habe versucht, dieser bestimmten  Frau sehr, sehr  nahe zu treten und sei zurückgewiesen worden. Irrtümlich formuliert er diesen Satz aber so, als würde diese bestimmte Frau jeden zurückweisen, nicht nur ihn. Es handelt sich hiebei um eine sogenannte “ Allgemeinisierung des Individuellen“ oder um eine „Das Ego schützende Verallgemeinerung einer negativen Reaktion“. Die kommt bei uns sehr häufig vor.

Aber zur Sache: Auf meinen Rat hin hat die hiesige Buchhändlerin drei Exemplare von Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ geordert und bietet diese auf einem Bestsellertisch in ihrem Laden an. Bisher hat noch kein Goiserer, keine Goiserin eines dieser Exemplare auch nur angerührt, geschweige denn durchgeblättert. „Siehst Du“, sagte die Buchhändlerin heute zu mir, „ich habe Dir doch gesagt, dass diese Buch in Goisern niemand kauft. Gott sei Dank habe ich nur wenige Exemplare eingekauft.“ Ich bin verblüfft. War doch ein Bericht über dieses Buch beinahe in jeder Zeitung, in  jedem ORF-Kulturjournal und in jeder Talkshow der letzten Wochen. Es ist daher unmöglich, dass die Goiserer nicht wissen, das es dieses Buch gibt und worüber es handelt. Fatal für die Buchhändlerin ist eher, dass es offensichtlich jeder potentielle Käufer in Goisern weiß und deshalb davon ausgeht, dass die zweite Person, die sich im Buchladen befindet auch über dieses Buch Bescheid weiß und daher über ihn, den potentiellen Käufer, schlecht denken würde, nähme er das Buch auch nur in die Hand. Auch denkt er selbiges über die Buchhändlerin, vor der sich der potentielle Käufer ziert wie ein Röslein vor der Biene beim ersten Mal im Frühling. Und so kommt es, dass dann, wenn im gesamten deutschsprachigen Sprachraum die Feuchtgebiete ausverkauft sein werden, in Bad Goisern immer noch 3 Exemplare zu kaufen sind. Weil, so ist mein Verdacht, die Goiserer kaufen die Feuchtgebiete in Bad Ischl.

Merkwürdig bei der ganzen Sache ist, dass der durchschnittliche Goiserer gerne Gstanzln singt und er in diesen Vierzeilern Feuchtgebiete mit Worten beschreibt, welche Charlotte Roche vor Scham erblassen lassen würden. Aber dabei handelt es sich eben um sogenannte Volkskultur, die vieles zulässt, solange sie nicht von Lehrern verbogen wird. Heute müsste man eigentlich zwischen Volkskultur und Lehrerkultur (als verfälschte, enterotisierte Volkskultur) reden.

Erotische Weltliteratur

Juni 7, 2008 um 10:05 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 4 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , , , , ,
→Reinhard und ich haben heute bei Frau →krimi.krimi drüben hochwertige erotische Literatur verfasst. Das soll nun auch meinen Lesern zugute kommen, deshalb habe ich meine Texte hier herüber kopiert. Es geht dabei um den größten aller Westernhelden, von dem es jede Woche eine Ausgabe eines Romanheftes gibt, um LASSITER. Er ist der schnellste Schütze und der härteste Kämpfer mit der Faust, stets kämpft er für das Gute gegen das Böse. Zahllose erotische Abenteuer begleiten seinen Weg durch den Westen und es gibt keine Situation, in der er nicht seinen Mann steht. Ich habe mich einmal in der Szene eines solchen Romanes in Annäherung an den Originalstil versucht. Das Ergebnis sehen Sie hier.

Ein Western
“Als die junge vollbrüstige Ärztin sich über ihn beugte und mit einem kühnen Schnitt seine Rippen freilegte, biss Lassiter die Zähne vor Schmerz zusammen und dennoch konnte er ein Regen in seiner Hose nicht vermeiden. Er war schon zu lange in den Bergen allein hinter der Bande hergewesen und dies war die erste Frau seit Wochen, die er nahe an sich spürte. Als sie dann die sechste Kugel aus seiner Lunge entfernte, war der Schmerz beinahe unerträglich. Nur der Anblick ihrer Brüste hielten ihn bei Bewusstsein. “Nur nicht das Bewusstsein verlieren”, schoss es ihm durch den Kopf, “die Bande kann jeden Augenblick hereinstürmen und versuchen, die Ärztin zu vergewaltigen, während ich hier mit geöffnetem Brustkorb tatenlos zusehen muss”. Mit einer Hand gelang es ihm den Hahn des linken Colts zu spannen, um im Falle eines Falles doch noch einen Schuss aus der Hüfte abgeben zu können. Und mit einer übermenschlichen Kraftanstrengung hob er seinen Kopf, blickte an den Brüsten vorbei und flüsterte ihr ins Ohr:”Sobald du meinen Brustkorb zugenähnt hast, zeige ich dir etwas Feines von mir. Du wirst meinen Dank nie vergessen.” Und mit einem Stöhnen fiel sein Kopf zurück auf den alten, veerschwitzten Sattel, der ihm als Kopfstütze diente. “Jetzt wird es ein wenig weh tun, mein Held” , sagte die junge Ärztin, “aber es wird gleich vorbei sein. Nur noch ein paar Stiche mit den Hufnägeln, welche die zwei Fleischlappen zusammenhalten werden, bis die Wunde verheilt ist, und du wirst dich wieder besser fühlen. Soll ich dir eines der Mädchen aufs Zimmer schicken?” Lassiter verneinte. Obwohl sein Verlangen stark war, sagte ihm doch der Verstand, dass sein Körper nach dieser Operation der Ruhe bedurfte. Je schneller die Wunde zusammenwuchs, desto schneller konnte er die Red-Mountain-Bande verfolgen. Er musste auch hart bleiben und sich davon nicht von der begehrenswerten jungen Ärztin, deren Haar nach Rosmarin duftete, abhalten lassen. Zuerst kam die Pflicht.

Dichter und solche, die es werden wollen, können, sollen und müssen sich an verschiedenen Formen der Lyrik üben. Ein Beispiel ist folgende Übung:

Dichterschule
Aufgabe: Variiere das Beispiel “PETER SCHLÄFT BEI SEINER FRAU”

Gedichtformen: Heiku, Gstanzl, Goethe, Bukowsky, Villon
Der Name des Protagonisten kann beliebig geändert werden, muss aber 2silbig sein,

Heiku:

Peter schläft im Bett
Der Mond scheint heute Nacht nicht
Sein Weib umarmt ihn

Gstanzl:

Wann da Peta im Bed liegt
Und da Mond heit nit leicht
Drucktn sei Oide ans Busal
Weil sei Schlof is so seicht.

Goethe:

Im Bette liegt Peter der Grosse, dem weichen.
Kein Mondstrahl will heut seine Wangen bleichen.
Ein schönes Weib hält ihm deshalb die Hand,
So kann er auf Traumes Flügel entfleuchen –
in Morpheus Land.

Charles Bukowsky

Wenn Peter ohne Mondschein nicht schlafen kann,
Wendet seine holde Maid diese Methode an:
“Schlafe mein Liebster, bleib nicht länger mehr munter”
flüstert sie –
und holt ihm dabei einen runter.

Francois Villon:

Verfluchter Gott, schenk mir – Peter – endlich Nachts Ruhe,
Sonst aber wirf mich gleich in die Begräbnistruhe,
Und danach in das Erdloch neben all diese Affen,
Die Päpste, die Probste, die Äbte und Pfaffen.
Mein huriges Weib schmeiss gleich hinterher,
Sie kochte nur schlecht, ich lieb sie nicht mehr.

Feuchtgebiete – Rezension

Mai 27, 2008 um 11:32 am | Veröffentlicht in Bücher sind zum Lesen da | 6 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , ,

Habe →hier eine Rezension zu diesem Bestseller gefunden. Beurteilen möge jeder selbst sowohl Buch als auch Rezension. Bewundern tue ich an diesem →Buch seine Eignung zum Bestseller, sonst eigenlich nix. →Anais Nin und →Henry Miller schrieben besser. Das beste →Feuchtgebiet das ICH kenne, ist die →Rossmoosalm in Bad Goisern.

Spiros von Matala

Mai 17, 2008 um 2:02 pm | Veröffentlicht in Griechenland, Meine Bücher | 6 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Hier ist er,  wie er leibt und lebt und redet: →Spiros, der Maler, Philosoph, Dichter, Koch und Musiker. Der netteste Mensch von Matala, dem ich in meinem Buch →“Der Öleusweg“ ein Denkmal setzte. Er brachte mir bei, nur noch Olivenöl zu verwenden. Leider habe ich im Buch seinen Namen falsch geschrieben, falsch Paganakis, richtig Panagakis (hoffe ich). Sorry Spiros.

Sonnenschein, der Dachstein und ein Kuss von IHR

Mai 12, 2008 um 9:11 am | Veröffentlicht in Bad Goisern | 2 Kommentare
Schlagwörter: , , , , ,

Die Sonne scheint jeden Tag. Nur sieht man sie oft nicht, weil sie von Wolken verdeckt wird. Heute, am Pfingstmontag, aber ist kein Wölkchen am Himmel und sie kann mein Tal erhellen. Die Blumen blühen überall. Besonders hier heroben, am Predigstuhl. Es scheint mir, als würde die Wiese unter mir überblühen, so bunt ist sie. Millionen von Blumen haben den Kampf gegen das Gras gewonnen und überragen es nun. Auch der grösste Künstler kann keinen solch bunten Teppich knüpfen, wie es hier die Natur tat. Mein Blick schweift hinunter über die blühende Wiese, am Wanderer vorbei, hin zum Hallstättersee. Er liegt in einem tiefen Einschnitt der Landschaft und die Sonne hat ihn noch nicht erreicht. Daher ist er noch dunkel und beinahe drohend. Über ihm aber erhebt sich der Krippenstein und sein Schnee glänzt in der Sonne blendend weiß. Rechts von ihm ragt der Dachstein auf, mit seinen großen Gletschern. Ich vermeine ihn, wie immer, rufen zu hören, kumm aufi Bua, kumm aufi. Und wieder werde ich seinem Ruf wiederstehen, vielleicht ein letztes Mal. Denn ins Unermessliche ist inzwischen mein Wunsch gestiegen, ihn einmal zu bezwingen, mich durch Schneestürme zu kämpfen, Gletscherspalten zu überwinden und der Kälte zu trotzen. Ausserdem geht da von irgendwo auch eine Seilbahn hinauf, wenn auch nicht ganz auf den Gipfel. Jetzt aber sitze ich hier auf der Terasse des →Berghotels Predigstuhl und aus der Küche höre ich den Lockruf des Kaffees, Bua bestell mich, Bua bestell mich. Und ich erliege diesem Lockruf sofort und bestelle einen Verlängerten. Serviert wird er von der hübschen Kellnerin in ihren hautengen Lederhosen, die ihre Formen trefflichst betonen. Vielen Erinnerungen kann ich hier heroben nachgehen. Früher führte ein Sessellift herauf, zum Berghotel. Es war immer wie ein Weihnachten und Ostern zusammen, wenn Vater mich, meine Geschwister und meine Mutter zu einer Sesselliftfahrt einlud. Wir wanderten dann vom Hotel zurück, zur Rossmoosalm oder gar zum Hütteneck. Das war jedesmal ein Abenteuer, insbesondere, weil wir Brüder Steinschleudern mithatten und Zielschiessen veranstalteten, Vater aber nichts davon bemerken durfte. Er hat sich dann gewundert, wenn plötzlich einer von uns an der Stirn blutete. Hingefallen bin ich, da hinten, sagte ich dann zu ihm, der Klaus auch. Vater wird sich gewundert haben, dass er Buben hatte, die beim Gehen so oft hinfielen. Und im Winter bin ich oft mit dem Lift heraufgefahren, um mit Freunden Ski zu fahren. Häufig hatten wir einen lustigen Nachmittag im Restaurant, bei Musik und Gesang. Dann wurde es spät und wir mussten uns beeilen, um noch vor Einbruch der Dunkelheit noch das Tal zu erreichen. Aber geschafft haben wir es immer. Unzählige male  lag ich im Frühling in der Wiese unter dem Berghotel, mit geschlossenen Augen, und hing meinen Gedanken und Träumen nach, während die Blumen mir zuflüsterten, es wird gut, es wird gut, es wird gut, ruhe dich hier aus. Und mit ihr war ich heroben, als ich sie das erste mal zum Essen ausführte. Stundenlang haben wir miteinander gesprochen, wie man nur mit ihr sprechen kann, interessant, klug und amüsant. Und als es Nacht war, Zeit, nach Hause zu fahren, ich hierhin, sie dorthin, standen wir unter den Bäumen beim Auto und sie gab mir einen Kuss. Den werde ich nie vergessen. Denn seit damals weiss ich, dass es etwas noch Schöneres gibt als eine Blumenwiese im Sonnenschein – den →Kuss einer geliebten Frau im Mondschein.

Weltrekord in Bad Goisern

Mai 5, 2008 um 6:57 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 2 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , ,

Der Schuhberg vor dem Heimatmuseum ist fertig. Ein Foto vom unfertigen Berg seht ihr auf einem Foto weiter unten.  Heute haben wir ihn gemessen. Er ist 3,70 Meter hoch. Das dürfte ein Weltrekord sein. Der Schuhberg ist bereits zur Touristenattraktion geworden und wird häufig fotografiert. Jeder Schuh, der sich auf dem Berg befindet ist einzeln angeschraubt worden. Ein kleines Problem dürfte es noch geben, wenn es regnet, da sich Wasser in den nach oben offenen Schuhen sammeln könnte und nicht mehr herausfließt. Von außen kann Wasser den Schuhen nix anhaben, sind ja fast alles Goiserer Bergschuhe. Wieviele Schuhe es sind, ist unbekannt, da sie sehr schwer zu zählen sind. Die sind ziemlich durcheinander montiert. Ich sollte eigentlich das Guinnessbuch der Rekorde anrufen. Weil es wird kaum noch einen anderen Schuhberg z.B. im Kongo, in den USA oder in China geben. Irgendwie hat er auch eine erotische Ausstrahlung und ich bin schon gespannt, wann das erste Pärchen erwischt wird, wie es sich auf dem Gipfel liebt.

Unterwäsche in Goisern vorgeführt

Mai 4, 2008 um 9:03 am | Veröffentlicht in Allgemein | 4 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , , ,

Modeschau in GoisernAnlässlich der Landesausstellung in Bad Goisern fand gestern auch eine Modeschau, natürlich eine Trachtenmodeschau, statt. Profimodels unter der Leitung der Gexi Tostman führten Dirndln und Herrentrachten vor. Endlich weiß ich, was ein Dirndl unter dem Dirndl trägt. Hier ein Foto:

Mein neues Buch bei Google Buchsuche

Mai 1, 2008 um 7:19 pm | Veröffentlicht in Meine Bücher | 2 Kommentare
Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

Mein Buch „der Öleusweg oder wie ich auf Kreta Gott fand“ ist jetzt bei →Google-Buchsuche verzeichnet. Dort können auch die ersten →zwanzig Seiten gelesen werden, außerdem kann man meine handgefertigte Kreta-Karte sehen. Auch über den Künstler Spiros in Matala kann man ein wenig in dem Buch erfahren.

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.