Freundliche Kaffeehäuser

September 17, 2009 um 3:16 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 24 Kommentare
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Ich zog um. Jetzt wohne ich in Kritzendorf, bei Klosterneuburg, bei Wien. Das Erfreuliche bei einer Fahrt nach Wien sind die Kaffeehäuser. Bis auf die Ausnahme am Kahlenberg, die ich schon beschrieb, erfreuen mich Wiener Kaffeehäuser. Gerne sitze ich in ihnen und lese Zeitungen oder unterhalte mich mit einem Freund. Dabei gedenke ich stets Peter Altenbergs, Friedrich Torbergs, Anton Kuh’s, und wie sie alle so hiessen, die sogenannten Wiener Kaffeehausliteraten mit hohem Niveau. Der Kaffee schmeckt eigentlich immer vorzüglich und vom sprichwörtlichen grantigen Wiener Ober habe ich bisher noch nichts gesehen. Das Personal besteht zu Zeit häufig aus Nachbarn, wie Ungarn, Tschechen oder Slowaken, wobei man das INNEN nicht vergessen darf. Die mit dem Binnen I sind mir lieber, weil meist hübsch und besonders freundlich. Da fühle ich mich dann zurückversetzt in die Monarchie, ohne Monarchist zu sein, und trinke einen Jakobs Monarch. Dazu passt vorzüglich eine Kaisersemmel. Als Demokrat bestelle ich aber auch ab und zu ein Fiakergulasch, wobei ich immer noch nicht weiß, was für ein Tier ein Gul ist.

Gute Kaffeehäuser gibt es auch in Innsbruck, wo ich auch gerne mit einem bekannten Schriftsteller zusammensitze, der mir über Morde in Innsbruck und Umgebung erzählt.  Und in Innsbruck lebt auch SIE, die mir mehr wert ist, als sämtliche Kaffeehäuser Österreichs. Aber gerne gehe ich mit ihr in eines und freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit IHR in einem solchernen.

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Müssen Frauen auch atmen?

März 14, 2009 um 7:16 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 3 Kommentare
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Heute war ich am Vormittag wieder einmal im Kaffeehaus, trank einen kleinen Braunen und las die Zeitung. Am Nebentisch saßen zwei junge Frauen. Die eine sprach, die andere hörte zu. So weit,  so gut. Aber die Sprechende hörte nicht auf zu sprechen. Eine Stunde lang – dann verließ ich das Lokal – hat sie ununterbrochen geredet.  Mir kam es vor, sie machte nicht einmal eine Atempause. Dazu hatte sie noch eine Stimme, die sehr monoton klang, kein Rauf, kein Runter, sodass das Ganze wie ein einziger Satz klang. Was sie erzählte, bekam ich nicht mit, ich versuchte mich auf meine Zeitung zu konzentrieren. Grauenhaft war es! Bei Männern habe ich so etwas noch nie erlebt. Müssen Frauen nicht ab und zu atmen? Das war der nackte Horror.

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