Unfreundliches Kaffeehaus

August 17, 2009 um 11:01 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 12 Kommentare
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Vor zwei Tagen waren wir am Kahlenberg, dem Wiener Hausberg.  Da oben steht ein Kaffeehaus bzw.  Restaurant mit Aussichtsterasse. Als wir uns an den einzigen freien Tisch setzten, war dieser dreckig. Der Ober erschien nach 20 Minuten und ich ersuchte ihn, den Tisch abzuwischen. „Ja was wolln’s denn?“ sagte er unfreundlich, „dafür haben Sie von diesem Tisch aus die beste Aussicht.“ Widerwillig säuberte er den Tisch. Grummelnd nahm er die Bestellung auf und servierte das Bestellte 10 Minuten später – auf einem Tablett, das noch mit Marmeladenklecksen versehen war. Ob seiner Unfreundlichkeit verzichtete ich darauf, nochmals bei ihm zu reklamieren. Wir genossen die Aussicht und ein Mineralwasser und einen kleinen Braunen. Als ich zahlen wollte und nach dem Ober rief, erschien dieser auch nach sehr langem Warten nicht. Ich ging hinein ins Restaurant und schimpfte lautstark mit irgendso einem armen Kerl, der vielleicht nichts dafür konnte. Jedenfalls erschien einige Minuten später der unfreundlichste Kellner, den ich je erlebte, und präsentierte uns die Rechnung: Ein kleiner Brauner € 3,10 und ein Mineralwasser € 3,40. Schlicht eine Frechheit. Einer Wiener Freundin, der ich davon erzählte, was wir da oben erlebt hatten, erklärte mir, dass sie und ihre Bekannten schon lange nicht mehr dort hingehen würde, das Lokal sei wegen seinem unfreundlichen Personal und wegen seiner hohen Preise bekannt. Mich haben die auch zum letzten Mal gesehen. So mancher Ober ist halt doch nur ein Unter. Da lobe ich mir doch die Innsbrucker Gastfreundschaft.

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Christiane’s Cafe-Bar in Innsbruck, Leopoldstraße 13

August 6, 2009 um 11:12 am | Veröffentlicht in Allgemein | 24 Kommentare
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Man erlebt immer wieder Überaschungen. Ich war schon übersättigt mit den grantigen österreichischen Kellnerinnen und Wirtinnen. Und in Innsbruck entdeckte ich das Cafe mit der wohl freundlichsten Besitzerin Österreichs. Ihr Name ist Christiane und ihr Lächeln gleicht dem Sonnenschein. Wenn der Tag auch noch so trüb ist, die Nordkette von noch so vielen Wolken verhüllt ist und wenn es regnet wie aus Schaffln, Christianes Freundlichkeit und Lächeln lässt die Sonne scheinen, drinnen und draussen und im Herzen. Nicht nur freundlich ist sie, sondern auch ausgesprochen attraktiv. Gleiches kann man von ihrer Mutter sagen, die den Gast umsorgt, hegt und pflegt, wenn Christiane einmal nicht im Cafe ist. Kurz und gut, wenn ich in Innsbruck bin trinke ich meinen Kaffe an der Adresse Leopoldstraße 13.

Beinahe hätte ich vergessen, dass ihre Freundlichkeit auch auf die Gäste abfärbt. So durfte ich in Christiane’s Cafe Franz Gatt kennenlernen, den freundlichsten Straßenkehrer Österreichs, vom Bauhof Hötting. Ein fescher Bursch ist er auch und Innsbruck darf sich glücklich schätzen, dass es Menschen wie Christiane, ihre Mutter und Franz zu seinen Einwohnern zählen darf. Ich freue mich schon auf den nächsten Kaffee.

Wann wird es endlich einmal Sommer

Juli 9, 2009 um 8:05 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 3 Kommentare
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Sommer am Hallstättersee

Sommer am Hallstättersee

Rudi Carell, schau oba. Nie hätte ich mir gedacht, dass mir ein Lied von ihm einfällt, von ihm, dem Showmaster mit holländischem Deutsch. Irgendwie war er auch witzig. Und wie passend ist zur Zeit sein Liedtitel „Wann wird es endlich einmal Sommer“. Oder hieß es „wieder Sommer“? Egal! Wir haben jedenfalls keinen Sommer. Heute ging ich mit Pullover spazieren. Und das im angeblichen Hochsommer. Ich bedaure die Touristen, die zum Wandern zu uns in den Urlaub kamen. Alternativprogramme, ausser Saufen, gibt es ja kaum. Hauptsache, die Wirte erhöhen ihre Preise noch immer. Ein kleiner Brauner kostet hier 2,10 Euro, serviert von einer grantigen Wirtin oder Kellnerin.  Das ist Nepp. Ich hoffe, die Wirte werden so gierig, dass bald alle Gäste ausbleiben.  Im Süden sind sie auch gierig, haben aber den Vorteil des sicheren schönen Wetters. Also ab in den Süden, und wenn es nur in meinen Träumen ist. Aber Vorsicht, nicht zu weit südlich träumen, in Feuerland ist es auch kalt.

Mozart in Bad Goisern

Juli 8, 2009 um 9:38 pm | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar
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Am Samstag werden unsere Mozartwochen in Goisern eröffnet, mit einem Konzert im Schloss Neuwildenstein. Auswendig weiß ich leider nicht, was gespielt wird. Aber ich freue mich auf alles, was ich von Mozart hören kann. Im Gemeindeamt von Goisern hängt eine Ahnentafel von Mozart, daraus geht hervor, dass er Vorfahren aus Goisern hatte. Ich behaupte daher stolz, dass Mozart eigentlich ein Goiserer war. Wenn man unseren Andachtsjodler mit Mozarts Ave Verum vergleicht, merkt man tatsächlich, woher Mozart stammt.

Michael Jackson lebt? Sicher!

Juli 8, 2009 um 9:23 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 11 Kommentare
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Die Trauerfeier für Michael Jackson war gestern OK. Ich habe ein fürchterliches Spektakel erwartet, die Feier lief aber geschmackvoll ab, wenn man bedenkt, was alles möglich gewesen wäre. Brook Shields Rede berührte mich, ihre Trauer war echt. Die Musikeinlagen passten zum Ereignis. Toll war die Abgeordnete Jackson-Lee aus Texas, die eine wunderbare, 15-minütige Rede ohne Manuskript hielt, ohne einmal auch nur Äh zu sagen. So etwas bringt kein Österreichischer Politiker zusammen. Ich war kein Anhänger von Jacksons Musik, obwohl mir der eine oder andere Song von ihm gefiel. Für mich ist noch immer Mozart der größte Musiker aller Zeiten. Merkwürdiges geht laut Zeitungsberichten mit dem Leichnahm von Jackson vor. Keiner weiß, wo er ist, wo er begraben werden soll. Daher gehe ich davon aus, dass Michael Jackson in Wahrheit noch lebt und jetzt auf einer kleinen Insel in der Karibik im Sand liegt, all seiner Sorgen entledigt. Elvis soll dort auch leben.

Tipp für Bergsteiger

Juli 5, 2009 um 8:21 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 5 Kommentare
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Wenn man vom Berg zurückkommt und feuchtes Gewand nicht aus dem Rucksack nimmt, sondern zwei Wochen drinnen läßt, entwickelt sich im Rucksack ein starker Geruch. Deshalb meinTipp:  Wenn ihr vom Berg wieder herunten seid, entnehmt dem Rucksack feuchte Kleidung und hängt sie zum Trocknen auf.  Eine Konservendose kann man jedoch drinnen lassen, wenn sie nicht geöffnet wurde.   Nagellack, Ketchup, CD’s, nicht aber Brot oder Bücher, und der faltbare Liegestuhl können drinnen bleiben. Den Stutzen kann man drinnen lassen, aber besser ist es, man versteckt ihn, falls ein Wilderer gesucht wird.

Blick zum Krippenstein

Blick zum Krippenstein

Wann ist ein Berg ein Berg?

Mai 5, 2009 um 8:38 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 51 Kommentare
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Folgende Diskussion hatte ich auf der Fahrt an den Gardasee. „Franz“, sagte sie zu mir, „Du musst zwischen den zwei Bergen hindurch, dann kommt der See.“ „Oh Du fesche, kluge Frau“, antwortete ich, „das sind keine Berge, das sind Hügel.“ – „Oh nein, das sind zwei Berge, wenn auch nur 160 m hoch.“ – „Nein, einen Berg, der 160 m hoch ist, den gibt es nicht.“ – „Oh doch, die gibt es schon, solcherne Berge,“ gab sie – wie immer – nicht nach.  Frauen können sehr dickköpfig sein, auch wenn der Mann ganz offensichtlich recht hat. Später schauten wir dann im Internet nach und da sind wirklich Erhebungen in der Landschaft –  relativ zu Umgebung – bereits ab 160 m (Holland) als Berge definiert. Ich hingegen weigere mich weiter, einen Hügel mit 160 m als Berg zu bezeichnen. 1000 m müssen es schon sein und die Erhebung muss zumindest EINE Gämse beherbergen. Es wäre doch lächerlich, z.B. auch das Burgenland als Land der Berge zu bezeichnen. Auf Burgenlands Hügel verirrt sich höchstens eine Ente.

Arm und Reich, wer hat es besser? – Die ehrliche Antwort

April 7, 2009 um 9:04 pm | Veröffentlicht in Allgemein, lyrik | 77 Kommentare
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Am Pissoir

Geh weg, Du stinkst ja zum Erbarmen.
So sprach der Reiche zu dem Armen.
Der Arme aber froh und heiter,
Pinkelt in die Muschel weiter.
Es wirft der Reiche einen Blick
Auf seines Nachbarn bestes Stück.
Und gleich darauf hat er erwogen:
Er hat den Kürzeren gezogen.
Verschämt schaut er nun auf den Boden,
Der Arme hat auch gröss’re Hoden.
Da denkt der Reiche, das ist schlecht,
Das Leben ist so ungerecht.
Der Arme sieht sodann den Reichen,
Ganz gedrückt von hinnen schleichen,
Steckt sein Gemächt in seine Hos,
Und denkt: Ich zog das bess’re Los.

Lesung aus meinem neuen Buch

März 4, 2009 um 11:54 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 13 Kommentare
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Ehrlich gesagt, erst aus dem Manuskskript von „Goiserer Pfeffer II“, aber dennoch. Wann? Am Samstag 7.März in Marys Weinstadel in Bad Goisern, ab 20 Uhr, mit uralter alpenländischer Musik in den Pausen.

Arigona Zogaj soll bleiben

Januar 14, 2009 um 7:45 pm | Veröffentlicht in Allgemein | 1 Kommentar
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Was mit der Familie aus dem Kosovo aufgeführt wird, ist eine Schande. Nicht für den Rechtsstaat Österreich sondern für den sozialistischen und katholischen und christlichen und christlichsozialen Staat Österreich. Ist es denn so schwer, einmal zurückzustecken und aus menschlichen Gründen Aufenthaltsrecht zu gewähren?  Auf dem Rücken von zwei Kindern im Alter von 6 und 7 Jahren und deren jugendlichen Brüdern wird hier ein Streit ausgetragen, vor dem mir graut.  Ich bewundere den Pfarrer, der dieser Familie hilft und dem Anwalt, der sie vertritt. Denn viel Honorar kann er nicht erwarten. Auf der anderen Seite steht unsere Innenministerin, die ihnen die geballte Staatsmacht entgegenwirft und sich nicht schämt zu sagen, sie gehöre einer christlichen Partei an, die für Familienwerte steht. Ist es so schwer Gutes zu tun? In Österreich sollte es verboten werden, das Spiel von der Herbergssuche aufzuführen. Wenn ich das sehe, und die heuchlerischen Darsteller, kommt mir das Kotzen. Der Bundeskanzler sollte endlich ein Machtwort sprechen oder hat er vergessen, dass er die Internationale singt?

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